zwei arten von aufbauten

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geschrieben von jens voshage (altes Forum) am Dienstag, 29. Oktober 2002 20:10 Uhr

Als Antwort auf : "Re: Unzufriedene Womobesitzer -bin ich einer von denen? Karm":

: Letztlich würde ich mich freuen wenn mir mal wer erklärt wie das mit der Verwindung beim Womo generell konstruktiv gelöst ist, da müssen doch starke Kräfte zwischen Kabine und Aufbau wirken. <p>unabhängig davon, wie der wandaufbau ist, gibt es zwei unterschiedliche prinzipien, wie die kabinen gebaut werden:<br>1. (z.B. Eura und wohl die allermeisten serienfahrzeuge): auf die grundplatte werden die möbel geschraubt. wenn die alle stehen, schraubt man daran die wände fest und zum schluss kommt das dach drauf. lässt sich super einfach bauen, sehr gut auch eine serienfertigung realisieren. nachteil ist, dass die wände eigentlich von den möbeln gehalten werden. also müssen die möbel auch alle verwindungen der (an sich instabilen) zelle aufnehmen.<br>2. (z.B. Karmann, aber auch alle leerkabinenhersteller bauen so) eine "selbsttragende" leerkabine wird gebaut. sie besteht aus bodenplatte, wänden und dach. dann werden durch die tür die möbel(platten) reingeschleppt und innen an boden und ggf den wänden befestigt. die kabine an sich ist stabil, man kann damit durch die gegend fahren (so ist es ja auch, wenn man bei bocklet, mabu oder ormocar seine kabine zum selbstausbau abholt). die möbel sind also nicht tragend, maximal verstärkend. verwindungen werden durch die kabine an sich abgefangen. nachteil: bei der montage des interieurs muss alles müsahm durch die tür (oder die fenster) reingeschleppt werden - jeder der eine fließbandarbeit optimieren will bekommt das grauen.<p>der DW ist vermutlich noch nach muster 1) gebaut. somit kann es bei einem durchgewalkten rahmen und einer mitgenommenen kabine natürlich zu heftigen geräuschen auch der möbel kommen.<p>unabhängig von dem prinzip der kabinenfertigung kann man aber auch sagen, das ein sandwich-verbund als wand besser als das (schlechte) alte holzfachwerk ist. denn das holzfachwerk arbeitet innerhalb der wand. die alu-planken können sich gegenüber den fachwerk bewegen. das styropor kann "quitschen". mit der (sehr langen) zeit zerlegt sich die wand. das ist einer der gründe, warum ich es nicht verstehen kann, dass heute aus profitgier selbst in teuren womos noch holzfachwerk eingesetzt wird.<br>jens<br>p.s. wenn du wissen willst, ob dein DW so schlecht ist, nimm doch mal an einem karmann-treffen oder karmann-stammtisch teil und frag andere DW-fahrer, ob sie dich mal zu vergleichszwecken ein stück über einen feldweg fahren. termine findest du auf den kmc-seiten<br><ul><li><a href="http://www.karmann-mobil-club.de/">karmann-mobil-club</a></ul>

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