Re: Autostart E-Generator

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geschrieben von peho am Donnerstag, 22. Juni 2006 22:06 Uhr

Als Antwort auf : "Re: Autostart E-Generator":

Manfred Hack :
egn :
Ich halte es deshalb für wichtig dass der tatsächliche Ladezustand über einen Batteriecomputer ebenfalls als Kriterium verwendet wird. Gerade da in Deinem Fahrzeug ein hoher Energieumsatz vorhanden ist erscheint es mir wichtig dass Du den Ladezustand der Batterie über einen richtigen Batteriecomputer überwachst. Und wie weiter oben geschrieben liefert ein solcher Batteriecomputer auch die nötigen Schaltsignale für den Generator mit hoher Zuverlässigkeit. Ich denke deshalb dass Du hier nicht am falschen Ende sparen solltest.

Wie Manfred schon schreibt gibt es bei der Nutzung ganz einfacher Schaltungen eine Vielzahl von Problemen die nur in einem langwierigen Optimierungsprozess einigermassen behoben werden können.

Hallo Emil,

da hast du mich wohl missverstanden...

Das Problem liegt nicht in der komfortablen oder einfachen Einschaltlogik für den Generator, sondern in dem sinnvollen Einsatz des automatisch gestarteten und dann laufenden Generators in das Gesamtsystem.

Auch der Schaltausgang eines Batteriecomputers führt hier zu keiner ordentlichen Lösung! Er verhindert zwar sicher "Relaisflattern", auch ein Fehlstart bei vermeintlicher(!) Unterspannung wird vermieden, aber dies sind ja nicht die eigentlichen Probleme.

Vorrrangig ist doch zu klären, was denn passieren soll, wenn der Generator angelaufen ist!! Ich habe oben schon geschrieben, daß ein "normaler" Generator beim Einschalten des Kompressors der Klimaanlage abschalten wird, da die Leistung zu gering sein wird. Um ein Abschalten zu verhindern, müßte der Generator Anlaufströme von 20A und mehr verkraften können!! Dazu müßte er wiederum eine Nennleistung von mindestens 4 bis 5 KW haben. Solche Generatoren sind aber schon sehr teuer und eigentlich auch überflüssig, denn es geht ja nur um kurzzeitige Spitzenströme...
Wenn aber nur der Wechselrichter die Versorgung der Klimaanlage übernehmen soll, dann muß das Ladegerät mindestens 100A Ladeleistung haben, um erstens den Strombedarf der Klimaanlage zu decken und zweitens auch noch Strom wieder in die Batterien zu laden. Ein 50A Ladegerät wäre unbrauchbar, weil ja die Batterien schon stark entladen sind und trotz Generatorbetriebs weiter entladen würden, denn die Stromaufnahme der Klimaanlage wird 80A oder noch mehr bei Last betragen!! Die 80A sind übrigens meine Erfahrungswerte für eine Frostair 2300 und eine Telair Split 7000, wobei die die Frostair noch deutlich mehr Strom aufnimmt, als die angebenen 910 Watt. Dafür ist der Anlaufstrom der Telair (23A!!) noch deutlich über der Frostair.

Die Schaltung für den 230V-Wechselstromeingang wird noch komplizierter, wenn berücksichtigt werden muß, daß ja auch ein Netzanschluß von außen hergestellt sein könnte.
Beispiel: Auf einem Campingplatz wird 230V von außen zugeführt und die Klimaanlage läuft. Jetzt fällt der Strom auf dem Campingplatz aus und der Wechselrichter versorgt die Klimaanlage über die Batterien mit Strom. Irgendwann springt wegen Unterspannung (Meldung kommt vom Batteriecomputer ) der Generator an... Anschließend ist das Stromnetz auf dem Campingplatz wieder ok und an der Einspeisedose ins Fahrzeug liegen wieder 230V an...

Und je anspruchsvoller die Automatikwünsche werden, desto komplizierter werden die notwendigen Schaltungen bzw. die Vorüberlegungen, was alles passieren könnte und was dann abgesichert bzw. verhindert werden muß!

Gruß
Manfred


Hallo Emil,
Hallo Manfred,
es ist richtig interessant welche überlegungen andere anstellen auf die ich so nicht gekommen wäre.

zu Beitrag Manfred vom 20.6. und 21.6.
Die Einbindung erfolg auf der 12V Seite, auf der 220V-Seite eine Einbindung zu machen sprengt jeden Rahmen. Alle eingebauten Geräte sind 12V-Geräte, auch die Klimaanlage. Die Klimaanlage hat einene Stromaufnahme von 25A.der Wechselrichter wird nur bei Bedarf manuell zugeschaltet(fön, staubsauger,etc).Mein derzeitiges Ladegerät bringt gerade mal 15A, da sind 50A schon ein Fortschritt. Dazu kommt immer noch die Solaranlage. Ob ich die 220V-Trennung Generator/externe Netzeinspeisung manuell(Stecker) oder über ein Trennrelais mache muss ich noch überlegen.
Interessant ist die Erfahrung mit der negativen Beeinflussung der zwei Ladergeräte. Ich trage mich ja auch mit dem Gedanken das alte ladegerät zu belassen und das neue zusätzlich zu installieren.
Worin bestand diese Beeinflussung und wie machte sich das bemerkbar?
Auf das Angebot deine Lösung in natura anzuschauen möchte ich gerne zurückkommen. Melde mich per PN mal sehen wie das hier geht.

zu Beitrag Emil vom 21.6.
Alles was du schreibst ist richtig.
aber... es funktioniert derzeit alles. Vieleicht ist die energiebilanz gelegentlich an der grenze, vieleicht kommen noch Verbraucher hinzu, Anforderungen in punkto Komfort steigen ja (noch wird der Kaffee per Gas gekocht ). Der automatische Generatoranlauf wie der generator als solches sollen nur ausnahmsweise mal laufen.
Natürlich ist die Steuerung über die Spannung nicht das non plus ultra. Wenn ich einen Batteriecomputer einsetzen will muss ich das Womo neu verkabeln damit auch alle teilströme erfasst werden. usw. usw. Ich denke das Einschaltkriterium(Start) ist recht gut zu erfassen(unterspannungsschwelle mehrere minuten verzögert) . Wenn die Kiste mal zuviel startet ist das nicht unbedingt das Problem. Nach dem Start ist unmittelbar das Einschaltkriterium nicht mehr gegeben, ansonsten wiederholt sich der Prozess. Hier muss eine begrenzung noch überlegt werden. Ansonsten ist irgendwann die Motorbatterie leer. dann heißt es halt warten bis die Sonne wieder Genug nachgeladen hat oder sich jemand erbarmt und Starthilfe gibt.
Auch davon geht die Welt nicht unter.
Ich denke die Motorbatterie ist als Startbatterie geeigneter als die Bordbatterie.
Das Abschaltkriterium ist schwieriger zu erfassen. auch hier gilt :Eine 100% Ladung ist nicht angestrebt. Hier sind denke ich zwei Kriterien zu verknüpfen, die Spannung und zusätzlich die Zeit.
Ggf. noch eine Abschalung "externe 220V vorhanden"
Eine mögliche Überladung wird von den Ladegeräten verhindert.
Wenn die ganze Mimik mal nicht funktioniert ist bei einer solchen "primitiven" Lösung der Fehler schnell gefunden und behoben(hoffentlich).

Ansonsten denke ich dass der Dialog recht interessant ist auch für dritte. Ich finde es schon spannend welche Überlegungen doch je nach Ausstattung und Anforderung zum Tragen kommen. Ich denke auch für dritte ist es recht informativ. Ich selbst habe schon zig stunden foren studiert. Das Thema Womo ist irgendwie endlos.

Gruß
peho

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