das märchen von der schadstoff-besteuerung

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geschrieben von jens voshage am Donnerstag, 15. Dezember 2005 13:12 Uhr

Als Antwort auf : "Re: Neue Womosteuer":

:
robo schrieb:

Ich kann mir eigentlich auch niemanden vorstellen, der ernsthaft etwas dagegen hat, bei WoMos zukünftig den Schadstoffausstoß als eines der relevantesten Merkmale zu Besteuerung anzusehen, ...


es scheint, als hätten sich einige von der politik bereits einlullen lassen. denn immer wieder liest man, eigentlich wäre es ja ganz sinnvoll auch wohnmobile schadstoffabhängig zu besteuern.

leute, da seid ihr einer böswilligen formulierung der gierigen politiker aufgesessen! denn auch nach den bis zum 1.5.2005 gültigen regelungen zur besteuerung von wohnmobilen, war die höhe der steuer grundsätzlich schadstoffabhängig. und zusätzlich werden auch noch die geräuschemissionen berücksichtig. genau wie bei lkw.

das lkw mit einem zul. GG 3,5 t und kleiner von dieser regelung ausgenommen sind, führt nicht zu einer minder-, sondern zu einer mehrbelastung dieser fahrzeuge. wenn ich meinen karmann missouri als 3,8-tonner zulasse, fallen nach der alten regelung 127 euro pro jahr an (berechnet mit www.kfz-steuer.de, S2/G1, schlüsselnummer 54). hätte ich ein wohnmobil mit schlüsselnummer 00 (also einen stinker), müsste ich 223 euro im jahr zahlen - also fast 100 prozent dreckzuschlag. ich fahre ihn jedoch als 3,5-tonner und zahle 210 euro. somit komme ich bei einem leichteren fahrzeug (somit weniger 100 kg für die berechnung) fast auf die gleiche steuer wie eine schwerere dreckschleuder. hieraus hätte man eine benachteiligung schadstoffgeminderter neuen fahrzeuge ableiten können. will ich aber jetzt nicht aufmachen das fass.

fakt ist jedoch, dass wir die politik mit dem argument, auch wohnmobile sollten emissionsabhängig besteuert werden, nicht durchkommen lassen dürfen. gerade die besonders aufgrund der absoluten höhe der steuererhöhung betroffenen großen wohnmobile auf allrad- oder bus-fahrgestellen zahlen ihre steuer schon lange schadstoffabhängig. und es spräche nichts dagegen, die schadstoffabhängigkeit auch auf die "transporterklasse" auszuweiten.

jens

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