Re: Beleuchtung, Glotze etc.

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geschrieben von Hans kroeger am Freitag, 25. November 2005 20:11 Uhr

Als Antwort auf : "Re: Beleuchtung, Glotze etc.":

Manfred Hack :
egn :

Ich wüsste nicht dass diese beiden Batteriecomputer Peukert berücksichtigen würden. Oder hast Du den Peukert-Koeffizienten eingeben müssen?
Und natürlich funktioniert Dein System. Allerdings kannst Du die Kapazität der Batterien bei weitem nicht voll ausnutzen.


Ich kann zwar keinen Koeffizienten einstellen, aber nach meinem Wissenstand arbeiten beide mit einem festen Wert von 1,25.
.......
....
Gruß
Manfred


Hallo Manfred,

Ich habe diesem Thema schon viel Zeit (sprich Tests, Telefonate und E-Mails) gewidmet.
Leider ist es mir bisher nicht möglich gewesen einen wirklichen Experten bei den verschiedenen Herstellern von Batteriecomputern zu finden, mit dem ich entsprechende Fragen hätte erschöpfend klären können.
Charles Sterling, der sonst gut ansprechbar war, schwieg zu meinen Fragen.
Ausführliche Tests des Votronic Batteriecomputers hatten ergeben, dass ich keinerlei Peukert Korrektur feststellen konnte, ebenso wenig, wie die Einbeziehung eines Ladefaktors (von z.B. 90 %) bei der Bilanzierung des Ladestromes.
Einen entsprechenden Testbericht habe ich an Votronic geschickt. Votronic hatte meinen Testaufbau mit konstant 12,8 Volt Batteriespannung moniert. Angeblich würde die Batteriespannung bei den „Kennlinien“ mit berücksichtigt, ein Argument, dass ich nicht verstehe.

Hier nun einige Gedankensplitter:
würde man tatsächlich die nach Peukert korrigierte Restladung anzeigen, dann würde der Wert ständig mit jeder Änderung des Laststromes sich ebenfalls sofort ändern. Ich kenne niemanden, der ein solches Verhalten bei seinem Batteriecomputer festgestellt hat.
Das würde auch für einen Laien schwer verständlich sein.
Eine Herstelleraussage war, dass man deswegen die nach Peukert korrigierte Restladung nur verzögert mit einer Zeitkonstante anzeigen würde. Das halte ich für ebenfalls nicht sehr sinnvoll, obwohl natürlich dieser Vorgang, bedingt durch die Diffusionsprozesse in der Batterie tatsächlich eine Zeitkonstante beinhaltet, und zwar primär beim Sprung von grossen zu kleinen Lastströmen!!

Ich persönlich brauche übrigens überhaupt keine Anzeige der Restkapazität (oder Restzeit), sondern nur den bilanzierten Wert der entnommenen Ladung. Dieser Wert ist völlig unabhängig von der Höhe des Laststromes oder des Ladestromes.
Ich kann ablesen welcher Ladestrom fließt und kann selbst gut abschätzen, wann ich meinen Grenzwert von 50% Entladetiefe wohl erreichen werde.

Für Lieschen Müller allerdings mag eine funktionierende Anzeige von beiden Werten, bilanzierte entnommene Ladung und momentan verfügbare Restkapazität bei dem momentan fliessenden Strom Sinn machen.

Votronic fand meinen Vorschlag gut, diese Anzeige mit einem Balken darzustellen, der aus zwei Teilbalken zusammengesetzt ist.
Der linke Teilbalken zeigt die bilanzierte entnommene Ladung (z.B. in gelb) an, der rechte Teilbalken zeigt die nach Peukert korrigierte verfügbare Restladung (z.B. in grün) an.
Dann wäre der Gesamtbalken eine Anzeige der momentan nach Peukert korrigierten verfügbaren Batteriekapazität.

Beispiel:
----------
Batterie mit K100 = 100 Ah (voll geladen) wird anfänglich kurzzeitig mit 1 A entladen.
Die Anzeige zeigt anfangs 0 Ah entnommene Ladung an und eine Restkapazität von 100 Ah .

Erhöht man nun den Laststrom sprungartig von 1 A auf 30 A, dann sollte die Anzeige ohne grosse Verzögerung eine Restkapazität von nur noch etwa 60 Ah anzeigen, entsprechend der nach Peukert korrigierten zweistündigen Kapazität dieser Batterie.
Nach einer Stunde mit konstant 30 A Laststrom sollten dann 30 Ah entnommene Ladung und 30 Ah Restkapazität angezeigt werden, also mit zwei gleich langen Teilbalken. Der Gesamtbalken würde dann die bei 30 A Laststrom nach Peukert korrigierte verfügbare Batteriekapazität zeigen.

Wenn man nun den Laststrom wieder auf 1 A zurücksetzt, dann müsste die Anzeige wieder auf 70 Ah Restkapazität hochgehen, bei noch immer 30 Ah entnommener Ladung. Diese 70 Ah sind ja auch tatsächlich verfügbar bei diesem niedrigen Strom!

Angenommen wir beginnen jetzt mit der Ladung, dann sollte auch die Anzeige der Restkapazität bei etwa 70 Ah beginnen, denn nach der Einlagerung von 33 Ah (30 Ah + 3 Ah entsprechend einem Ladekoeffizienten von 90 %) sollte dann wiederum entsprechend dem Stromzeitintegral auf 100 Ah Restkapazität und 0 Ah entnommene Ladung hochgezählt werden.

Unklar ist, welcher Wert für die nach Peukert korrigierte Restladung während des Ladevorganges tatsächlich angezeigt werden soll, z.B. die für den 100 stündigen Laststrom ???

Soweit mein Ausflug in dieses Thema.

Gruss
Hans

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