Re: Ladeendspannung wird bei geringerem Strom erreicht

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geschrieben von egn am Dienstag, 11. Oktober 2005 14:10 Uhr

Als Antwort auf : "Re: Ladeendspannung wird bei geringerem Strom erreicht":

Manfred Hack :

Das Ohmsche Gesetz akzeptiere ich, aber wenn du mir erzählen willst, daß eine zu geringe Ladeendspannung(mehr habe ich nicht geschrieben!!) zu einer Volladung einer Batterie führen kann, wenn man nur genügend Zeit hat, dann bezweifele ich dies noch immer!


Dein Denkfehler besteht darin dass Du nicht erkennst dass die Ladeendspannung am Ende des Ladevorgangs immer an der Batterie anliegt selbst wenn bei voller Stromstärke ein hoher Spannungsabfall vorlag.

Beispiel:
Batterie mit 100 Ah
Ladegerät IUoU-Kennlinie und 14,4 V Absorptionsspannung und 20 A Ladestrom
Spannungsabfall bei 20 A Ladestrom 1 V, entspricht 0,05 Ohm

Die Spannung am Ladegerät steigt auf 14,4 V. Zu diesem Zeitpunkt beträgt bei 20 A Strom die Spannung an der Batterie nur 13,4 V. Das Ladegerät hält während der Absorptionsphase die Spannung auf 14,4 V konstant. Nach erreichen der 13,4 V an der Batterie sinkt der Ladestrom langsam ab. Bei 10 A beträgt der Spannungsabfall nur noch 0,5 V, d.h. die Spannung an der Batterie ist inzwischen auf 13,9 V angestiegen. Der Strom an der Batterie sinkt weiter ab bis der Ladestrom nur noch 1 A ist. Bei 1 A beträgt der Spannungsabfall nur noch 0,05 V. D.h. die Ladeendspannung an der Batterie beträgt jetzt 14,35 V.

Damit ist die Batterie voll da nur noch ein Ladestrom von etwa 1 % der Kapazität fließt. Ein Ladegerät das den Spannungsabfall berücksichtigt hätte am Anfang die Ladespannung auf 15,4 V erhöht und diese dann bis auf 14,45 V reduziert.

Der einzige Unterschied zwischen beiden Ladeverfahren wäre die Zeit zum Erreichen der Vollladung.

:

Meine 13,7V waren doch nur beispielhaft angesetzt. Natürlich kann man mit 13,7V und ausreichend Zeit eine Batterie volladen, aber nur, wenn wirklich viel(!) Zeit zur Verfügung steht und die Batterietemperatur entsprechend hoch ist.


Die Frage der Ladung mit 13,7 V stellt sich nicht da die Ladeendspannung wie oben beschrieben am Schluss trotz höherem Spannungsabfall rund 14,4 V beträgt.

:

Sag mir doch bitte, in welcher Zeit eine Batterie, deren Temperatur konstant auf 0 Grad gehalten wird, und du diese mit 13,7 V und geringem Strom lädst, so daß keine Plattenerwärmung eintritt, wirklich vollädst?!


Es geht darum ob eine Batterie trotz Spannungsabfall auf der Verbindung zwischen Ladegerät und Batterie voll geladen wird. Wenn dieses Ladegerät eine Temperaturkompensation besitzt dann ergibt sich kein wesentlicher Unterschied ob jetzt die Batterietemperatur 0, 20 oder 40 Grad C hat.

Es geht alleine um die Auswirkung der Kompensation des Spannungsabfalls. Meine Behauptung ist dass sich die Kompensation alleine auf die Ladedauer auswirkt und nicht auf den erreichbaren Ladezustand.

:

Und wenn du mir erzählen willst, daß das "Gasen" ursächlich(!!) für die Korrosion verantwortlich sei, wirst du mich auch davon nicht überzeugen.


Wenn Du mir nicht glauben willst dann lese doch die frei verfügbaren Dokument im Internet über das Thema. Übrigens habe ich nirgends geschrieben dass das Gasen "ursächlich" ist sondern:

:

Diese Defekte entstehen vorwiegend durch lang andauernde Überladung durch zu starke Ladegeräte und zu hoher Ladespannung.


Die gleiche Ursachen hat auch das Gasen. Gasen ist aber nicht ursächlich für die Korrosion.

:

Aus der von dir zitierten Tabelle ist leider nicht ersichtlich, welche Gasmenge entstehen soll, wenn die Zellenspannung bei z.B. 1,8V also 10,8V-Gesamtspannnung der Batterie liegt. Würde mich interessieren...


Du könntest sie das ja einfach an Deinen Batterien messen. Du hast ja soviele Messgeräte an Bord, da kommt es auf eines mehr auch nicht mehr an.

Aber im Ernst, beschäftige Dich mal genauer mit dem Thema dann wirst Du feststellen, dass die Gasentwicklung während des Ladevorgangs an Anode und Kathode eine ganz normale Nebenreaktion ist. Die Elektronen können sich nicht aussuchen nur für die Aufspaltung von PbSO4 verwendet zu werden. Über noch vorhandene Pb und PbO2 Oberflächen werden sie zwangsweise auch zur Elektrolyse von Wasser verwendet.

Einen tieferen Einblick gewährt http://www.basytec.de/pbbatterie/Bleibatterie.html

Viel Spass,
Emil

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