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geschrieben von camper am Sonntag, 26. Juni 2005 21:06 Uhr

Als Antwort auf : "Re: Schaltplan EBL":

egn :
Berny :
Hallo Emil,

"woher willst Du wissen dass ein 70 A Batterietrennrelais eingebaut ist?"
Lt Schaltplan ist ein (70A?) Batterietrennnrelais eingebaut.


Es ist ein Trennreleais eingebaut. Dies bedeutet nicht dass es auch 70 A aushält. Die Bezeichnung Trennrelais beschreibt die Funktion eines Relais aber nicht dessen Belastbarkeit.

:

"Warum soll diese Schaltung besonders für Gelbatterien geeignet sein?"
Wegen des durch die längeren Leitungswege (hin zur EBL, zurück zur Batterie) zwangsweisen Spannungs(ab)falls, wie ich schon schrieb.


Das ist aber völlig falsch. Erstens braucht die Gelbatterie auch 14+ V damit sie innerhalb einer akzeptablen Zeit voll wird. Und zweitens schützt ein Spannugnsabfall eine Batterie nicht vor zu hoher Spannung.

:

"Da die Lichtmaschine normalerweise 14 V liefert würde nach Deiner Vorstellung die Ladespannung nur noch 13,7 V betragen."
Dies ist nicht richtig, sie kann je nach den Umständen bis zu 14,5V liefern, will mich da auf Zehntelvolt nicht festlegen.


Die Höhe der Spannung einer Lichtmaschine wird durch den Laderegler festgelegt. Ein 14 V Laderegler liefert exakt 14 V (kann ich auf meinen Anzeigen jederzeit während der Fahrt sehen). Kurzzeitige Spitzen z.B. durch das Abschalten von Lasten werden innerhalb einer Sekunde nachgeregelt. Die Gelbatterie stört eine kurzzeitige Spitze selbst von 16 V überhaupt nicht da sie damit nicht zu Gasen anfängt. Nur wenn die Spannung über längere Zeit (mehrere Minuten) anliegt besteht eine Gefahr.

:

Meine liefert nur leider bis zu 14,2-3V, die beiden (gleichen) 100Ah-Nassbatterien sind prima voll, trotz permanent auf kältester Stufe eingeschaltetem Kompressorkühli, allerdings zugegebenerweise mit Solarmodulunterstützung.


Dann hast Du einen Laderegler mit erhöhter Spannung verbaut.

:

Auch eine Gelbatterie braucht zum Laden eine temperaturkompensierte Spannung von etwa 14,2-14,4 V."
Das erscheint mir zu hoch, eher treffen m.E. 13,8-14V zu.


Also ich habe schon viele Spezifikationen von Gelbatterien gelesen. Im Zyklenbetrieb wurde immer eine Ladespannung nahe an 14,4 V, der Gasungsspannung, empfohlen. Mit 13,8 V kann man eine Gelbatterie die sich im Standbybetrieb befindet laden.

:

"Warum willst Du diese zwei zusätzlichen Schalter."
Das habe ich nachvollziehbar erklärt.


Mir erschliesst sich der Sinn nicht. Mein Fahrzeug, und tausende andere kommen ohne diese zwei zusätzlichen Schalter aus.

:

"Sie bringen keinen signifikanten Vorteil. Wenn man sie einbauen würde dann kann man gleich auf das Trennrelais verzichten."
Falsch, lies' nochmal in Ruhe nach, dann wirst Du es verstehen (der Fahrer will doch je nach den Umständen das Trennrelais NICHT immer eingeschaltet haben(?).


Ich sehe keine Grund dazu. Ich will immer dass das Trennrelais schliesst sobald die Lichtmaschine läuft. Was manchmal nützlich sein kann ist dass die Startbatterie unter bestimmten Bedingung mitgeladen wird wenn die Wohnraumbatterie durch Netzlader oder Solar geladen wird. Gut EBLs haben so eine Funktion aber dann mit einer Ladestrombegrenzung gleich eingebaut.

:

"Ich halte eine Verschaltung zwischen zwei Batterien ohne jegliche Absicherung für sehr gefährlich."
Überhaupt nicht, wenn die Arbeit, wie ich es beschrieben habe, sorgfältig gemacht wird. Funkt bei mir erst problemlos seit 13 Jahren...


Es hat nichts mit Sorgfalt zu tun sondern mit Vorschriften. Im Falle eines Unfalls kann das Fahrzeug durch abgerissene Kabel abbrennen. Mit einer Zahlung durch eine Versicherung brauchst Du dann auch nicht rechnen.

Gruß,
Emil


Leute,
bitte nicht in Details verfallen und über Ladezyklen von Gelbatterien philosophieren. Das Problem liegt doch an meinem blöden EBL, welcher keine Ladung größer 30 A zuläßt. Egal nun welches Relais eingebaut ist. Laut Herstellern eben nur für 30 A zugelassen. Mir ging es erstmals nur um die Überlegung hier einen Strombegrenzer einzubauen um die komplette Sache über meinen EBL abwickeln zu können um auch bei Ausgleichströmen der Batterien nicht sofort die Sicherung durch zu haben. Ist alles zu aufwendig. Ich hab mich eurer ersten Meinung angeschlossen und einfach den EBL Außen vor gelassen. Ein 70 A Trennrelais genommen, abgesichert und die Batterien untereinander neu verbunden. Es ist schnellste und auch die einfachste Lösung und ich kann nun auch die Batterie entsprechend schneller aufladen. Einen Zusatzschalter , welcher das Trennrelais bei evtl. Bedarf auch ohne laufendem Motor schaltet hab ich auch mit eingebaut.
Habe alles getestet und es funktioniert wunderbar. Meist ist das Einfachste doch das Beste. Wurde allerdings auch Zeit, da ich in 10 Tagen in den Urlaub nach Norwegen fahre und noch einiges Weitere an dem Innenausbau erledigen muss. Danke noch für eure Radschläge und Meinungen.

Gruß
Uli

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