geschrieben von Rennfrosch am Dienstag, 14. Juni 2005 15:06 Uhr :
Gerade habe ich in einigen Foren nachgelesen, wie es denn nun zur Zeit wirklich mit dem leidigen Thema aussieht...
Traurige Aussichten: Der Herstellerverband zeigt anscheinend kein Interesse Lobby-Arbeit zu leisten. Weshalb auch? Die Umsätze sind ja nach den letzten Auswertungen noch nicht zurück gegangen, teilweise sogar weiter gestiegen. Die Statistiken geben also noch positive Signale und zu Prognosen läßt sich niemand hinreißen aufgrund welcher Annahmen auch? Aktionen, wie Schriftzüge "mit uns nicht" auf den Kühlerhauben sind so vielsagend, daß sie schon albern sind.
Wenn sich ein Landespolitiker an die Öffentlichkeit begibt, dann doch nicht deshalb, weil unser Anliegen sein Anliegen wäre sondern aus Eigeninteresse irgendein Amt zu behalten oder eines zu bekommen. Aber wir meutern ja auch aus Eigeninteresse
Worum es geht? Man will uns wiedereinmal in die Tasche fassen und wird es auch irgendwie wieder schaffen. Und wir erwarten, daß diejenigen, die das wollen, sich Gedanken darüber machen, wen es trifft und in welcher Lebenssituation.
Die Spaßmobilisten trifft es doch nur über ein paar €uro mehr im Mietpreis, der ja sowieso schon jenseits von gut und böse liegt. Da wird es sich wie bei der Erhöhung der Zigarettenpreise verhalten, erst etwas Zurückhaltung aber die Sucht gewinnt, "man gönnt sich ja sonst nichts".
Ist man jenseits der 60, und das sind nicht wenige, wie ich bei meinen Begegnungen auf der Strecke feststelle, dann hat das schon etwas mit Altersvorsorge zu tun gehabt, daß so ein Gefährt angeschafft wurde; wir wollen mobil bleiben, uns "an stillen Orten" erfreuen, nicht unbedingt auf lauten Campingplätzen oder überfüllten Stränden.
Genauso wie wir nicht ewig durchhalten werden, geht es auch unseren Reisemobilen. Aber solange es halt noch geht, gebt uns wenigstens den Bestandsschutz damit wir aus Kostengründen nicht Dauerbesucher bei den Zulassungstellen werden und mit ständigen Stillegungen und Wiederanmeldungen das Ordnungsamt beschäftigen und die Fahrzeugbriefe auffüllen. Natürlich wäre die "sauberste Lösung": Wer viel fährt zahlt viel, also über den Kraftstoff. Aber hier wird die Lobby der gewerblichen Kraftfahrzeughalter gegenhalten, dann würden ja nicht alle anderen für ihre Be- und Abnutzung von Gemeingut bezahlen sondern sie selbst. Nur, sie würden die Betriebsausgaben wieder steuerlich geltend machen können, wir aber nicht. Ausreichend schwerbeschädigte könnten vielleicht noch versuchen, den Kfz-Steuerbetrag zu halbieren...
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