geschrieben von Andik am Montag, 9. Mai 2005 07:05 Uhr
Als Antwort auf : "Re: Eleltronische Zündung tickert nicht / RM184A-EGI":
Hallo Ulf,
vielen Dank für die schnelle und kompetente Antwort. Leider muss ich Dich nochmals "belästigen".
Das mit dem Zündknebel habe ich noch nicht ganz verstanden.
Zum Zünden des Gasbrenners muss ich ja zuerst den Knopf des Stellgliedes eindrücken und 1/4 Umdrehunfg gegen den Uhrzeigersinn drehen (Pos. "Flamme") und dann den Thermostatknopf auf max. Leistung. Dann muss die Drucktaste des Wählschalters eindrücken --> jetzt müsste die Zündung erfolgen und wenn ich auch noch die Zündsicherung eindrücke der KS allmählich starten.
Das Fahrzeug habe ich erst seit ein paar Wochen und konnte den KS wegen des leeren Gastanks nicht testen. Lediglich beim Putzen bin ich die Drucktaste gekommen und da hat die Zündung noch losgetickert. Nun ist nix mehr mit tickern !
Viele Grüsse und nochmals besten Dank für Deine Hilfe
Andik
| Ulf : |
| Hallo Andik,
der Reigniter ist ein elektrisch betriebener Wiederanzünder, der mit einer Versorgungsspannung von ca. 8-24 V arbeitet und über eine Elektronik eine Zündspannung erzeugt, welche über ein Zündkabel zur Zündkerze geleitet wird und ausströmendes Gas entzündet. Der Wiederanzünder wiederholt automatisch diesen Vorgang, bis über eine "Rückmeldung" an die Elektronik signalisiert wird, dass die Flamme vorhanden ist. Wird auch als Taktfolgezündung bezeichnet. Die Rückmeldung besteht aus der Erfassung der Ionisierung im Umgebungsbereich der Flamme. Anders ausgedrückt: Über einen Draht (Fühler) der elektrisch isoliert von der Masse am Brenner angebracht ist, wird eine el. Spannung (bei Ionisierung) abgenommen und in der Elektronik ausgewertet. Kommt über diesen Sensor keine Rückmeldung "Flamme brennt!“ arbeitet die Taktfolgenzündung ständig weiter (je nach verbauter Elektronik (AES) kann es auch zu einer Abschaltung der Zündung nach der Zeit x kommen). Störungen treten dann auf, wenn z.B. durch Verschmutzungen zwischen dem „Draht“ und der Masse auftreten. Dadurch wird die sehr geringe Spannung zur Masse abgeleitet (Kurzschluss), die Elektronik bekommt keine Rückmeldung und das Zündgerät zündet und zündet und….aber das ist ja nicht deine Fehlerbeschreibung. Also mal den Brenner, Zündkerze und Flammenüberwachung reinigen. Das geht mit Druckluft recht gut. Weiter hilft auch ein Glasfaserpinsel oder eine kleine Messingbürste. Die Fühlerleitung auf Unterbrechung prüfen. Kabel der Zündsicherung auf festen Sitz prüfen. Zur Zündung muss der entsprechende Knebel gedrückt werden. Es kommt vor, dass der betätigte Zündknebel schon gegen die Bedienblende drückt, aber der eigentliche Kontakt durch die Schalterachse noch nicht betätigt wird. Mögliche Abhilfe: Den Knebel abziehen und eine geeignete „Füllung“ (z.B. eine kleine Mutter) in den Knebelschaft legen. Damit vergrößert sich der Abstand zwischen Knebel und Blende. Da du schreibst, dass deine Kontrollleuchte kurz leuchtet, ist diese Möglickeit recht warscheinlich. An einer leeren Gasflasche liegt es in deinem Fall eher nicht. Das ist auch schon alles. Keinerlei Gewalt anwenden, keine Gasverschraubungen lösen! Hilft dies nicht, wende dich an den Kundendienst. |
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