geschrieben von Gerhard Tetzlaff am Freitag, 22. April 2005 18:04 Uhr
Als Antwort auf : "alles dorthinein, wo es hingehört":
Im Grunde gehört der Thread schon nicht mehr in die Schublade "Südeuropa", sondern zum "Abwasser". Dort habe ich noch nie reingeschaut, vielleicht hätte ich schon mal was lernen können.
Hallo Jens!
Gut, offenbar mache ich da eine Menge nicht richtig, bewege mich wohl auf recht schlichtem Niveau, was den Ausbau meines Kleinlasters betrifft. Ich habe mit Interesse gelesen, wie Du Deine Entsorgungsprobleme handhabst. Das trägt doch zur Versachlichung der Problematik bei.
Ich habe in den letzten Jahren in Griechenland keine Campingplätze aufgesucht und weiß deshalb nicht, ob es dort diese "Entsorgungsstationen" gibt. Eine Kanalisation ist in neueren Ortsteilen der größeren Ortschaften zwar keine Seltenheit mehr, aber ich hätte dort eine Menge interessierter Zeugen, wenn ich da anfangen würde, das Grauwasser in einen Gulli abzulassen. Auf dem platten Land würde ich wohl die von Dir beschriebenen geregelten Örtlichkeiten zur Entsorgung vergeblich suchen. Nicht umsonst kann man da und dort einen großen Camper beim "Verklappen" antreffen.
Das Problem ist in Griechenland, daß es z.B. auf Kreta oder der Peloponnes nicht genug Campingplätze für alle Camper gibt. Jeden Tag kommen in Patras mindestens 4 große Fähren an (aus Ancona, Venedig und Triest, 3 kleinere aus Bari, Brindisi und Otranto. Jede spuckt so etwa 50 - 100 Camper pro Fahrt aus, da fahren zwar ebensoviele wieder ab, aber anfangs im Frühjahr kommen mehr und später im Herbst gehen mehr. Manche fahren gleich weiter in die Türkei, obwohl man auch über Rumänien und Bulgarien dorthin fahren kann. Durchschnittlich bleiben die Camper 3 Wochen, manche 2, manche 4 oder mehr Wochen. Bei 3 Wochen Aufenthaltsdauer kreisen in Griechenland etwa 11000 (550 x 21) Wohnmobile herum. Bei dieser Masse wird alles zum Problem, jede Art der Entsorgung, jedenfalls, wenn man das Thema sensibel angeht, was Du ja mehr als ich tust, indem Du umweltverträgliche Desinfektionsmittel für die Tanks verwendest...
Solltest Du oder jemand anderer konkret über Entsorgungsstationen oder akzeptable Entsorgungsmöglichkeiten in Griechenland Bescheid wissen, sollte er sich hier mit seinem Wissen einbringen, Hannes beispielsweise müßte doch Bescheid wissen.
Der Platz unter meinem Lastwagen reicht für eine Abwassertank aus, Pläne gab es, aber dann hat Erich Christ >www.allrad-christ.com< den Auftrag für einen Edelstahltank nicht mehr angenommen, nachdem er mir einen wunderbaren Edelstahl-Wassertank gebaut hatte (sein Vater wars). Es hat sich, so glaube ich, nicht gelohnt, es war zu aufwendig.
Gruß Gerhard
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