geschrieben von Christian W am Donnerstag, 17. März 2005 08:03 Uhr
Als Antwort auf : "Kfz-Steuer- neuester Stand":
im promobilforum passiert außer, daß sich die Leute gegenseitig die Köpfe einschlagen, leider gar nichts. Amüsant zwar, aber nicht hilfreich.
Promobil will im nächsten Heft eine wie auch immer geartete Aktion vorstellen. Schwach!
Der ADAC hat einen Brief an unsere Regierungsfürsten geschrieben. Toll! Bei der Diskussion um ein Tempolimit war aber mehr los, und das war nur eine Diskussion. Hier sieht es so aus als müssten wir uns mit Tatsachen abfinden.
Im Offroad-Forum läuft eine Petition an der sich auch Wohnmobilisten beteiligen sollten. Geländewagen und Wohnmobile sitzen im gleichen Boot.
Ich weiß zwar nicht ob die Petition was bringt, aber ein Weg ist es auf jeden Fall.
Was mir jedoch seltsam vorkommt ist das Verhalten der Medien in diesem Fall. In der einschlägigen "Fachliteratur" war bisher wenig bis gar nichts über das Thema zu lesen. Auch in Zeitungen u.ä. war nichts. Komisch, sonst interressieren die sich doch immer dafür wenn in China eine Currywurst platzt oder in New York ein Fenster aufgeht. Das wird dann immer größtmöglich breitgetreten.
Vielleicht ist dann der Ansatz von Jens gar nicht so schlecht. Einfach mal das "öffentliche Interresse" wecken. Steigen die Spritpreise um 3% regt sich jeder auf, woraufhin zwar auch nichts passiert, aber jetzt geht es um Steuererhöhungen bis zu vielen 100% und niemanden interressierts.
Im Viermalvier-Forum ist eine Protestaktion am 01. Mai in Berlin geplant. So im Stil einer Sternfahrt.
Zum Thema Verbrauchssteuer auch noch meinen Senf:
Ich halte davon gar nichts. Es ist eine Bestrafung derjenigen die lange Wege zur Arbeit auf sich nehmen müssen, bzw. in strukturschwachen Regionen wohnen.
Das Argument, man kann sich das bei der Steuer wieder erstatten lassen, kann ich auch nicht gelten lassen. Wer von euch fährt sein Auto mit 30 Cent pro Entfernungskilometer!!???. Das schafft man noch nicht mal mit einem 3-Liter-Lupo.
Bei einer Umlegung auf den Verbrauch müsste auch der ÖPNV ausgebaut werden, was aber nicht passiert. In Frankreich wo wir eine verbrauchsabhängige Steuer haben sind die Spritpreise inzwischen niedriger wie bei uns.
Eine zusätzliche Umlegung der KFZ-Steuer auf den Spritpreis treibt das doch noch mehr in die Höhe.
Wenn ich die Karre stehen lasse, komme ich nicht mehr zur Arbeit. Das mache ich genau zweimal und dann bin ich meinen Job los.
Ich hoffe uns fällt konstruktiv noch etwas ein, daß wir mit Hilfe unserer Interressenvertretungen doch noch irgendwas bewegen können. Wahrscheinlich nicht mehr zum 01.Mai, dann aber zu einem späteren Zeitpunkt.
Gruß Christian
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