geschrieben von DB8NR am Donnerstag, 10. Februar 2005 22:02 Uhr :
Liebe Nomaden,
ich habe mir etwas ausgedacht und gebaut, was bestens funktioniert und nach meinem Wissen kommerziell noch nicht erhältlich ist.
Aus lauter Freude darüber möchte ich hier nun mal berichten:
Mein Problem war, dass zwischen der Fahrbatterie (80Ah) und der Campingbatterie (105Ah) ca 20m Kabel (10m für Plus und 10m für Minus) liegen müssen.
Das Kabel muss im Womo von unten links nach rechts, dann von unten nach oben und dann von vorne nach hinten und zum Schluß von oben nach unten zur Campingbatterie verlegt sein.
Das ist halt so.
Obwohl das Kabel einen Querschnitt von 16mm<sup>2</sup> hat, wurde die Campingbatterie bestenfalls immer nur zu 1/3 geladen.
Das ist elektrotechnisch auch logisch wegen den Kabelverlusten. Das Ohmsche Gesetz läßt grüßen.
Um dem abzuhelfen, habe ich mir einen gesteuerten Schaltregler gebaut. Der hängt zwischen der Fahrbatterie und der Campingbatterie und hat folgende Eigenschaften:
Läuft die Lichtmaschine (Spannung der Fahrbatterie ist "hoch"), so wird die Ausgangsspannung des Schaltreglers soweit angehoben, dass 20A in die Campingbatterie fliessen.
Ein Überspannungsschutz schaltet den Schaltregler rechtzeitig ab und verhindert das Überladen der Campingbatterie.
Nach Fahrtende (die Spannung der Fahrbatterie ist dann "mittel"), wird die Spannung am Ausgang des Schaltreglers soweit angehoben, dass ca 4A in die Campingbatterie fliessen.
Es dauert dann ca 3..4 Stunden bis der Schaltregler ganz abgeschaltet wird um eine zu starke Entladung der Fahrbatterie zu vermeiden.
Als Steuergrösse für das Abschalten des Schaltreglers wird die Spannung der Fahrbatterie verwendet.
In diesem Zustand nimmt die ganze Mimik dann gerade mal noch weniger als 100 Mikroampere auf.
Nach jeder, auch kurzen Fahrt, werden so ca 10Ah von der Fahrbatterie in die Campingbatterie gepumpt.
Das ganze funktioniert prächtig. Bei meinen Womo-Aktivitäten habe ich so stets eine rappelvolle Campingbatterie.
Der Materialaufwand ist minimal - weniger als 10 Euronen.
Warum kommen unsere kommerziellen Wohnmobilausrüster nicht auf sowas simples?
Was sprechen unsere Batterieexperten?
In der Praxis funktioniert es prächtig.
Es grüßt
Thomas (73 de DB8NR)
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