Re: Winterfestes Wohnmobil mit Stehhöhe über 2m

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geschrieben von jens voshage am Samstag, 20. November 2004 15:11 Uhr

Als Antwort auf : "Re: Winterfestes Wohnmobil mit Stehhöhe über 2m":

alsso zuerst möchte ich mal berny ganz heftig widersprechen: unter "basis" hat diese frage nun wirklich nichts zu suchen. und auch wenn dort (möglicherweise) mehr leute lesen würden - bei "traummobil" hast du schon den rechten platz gefunden. denn deine frage hat ja nun wirklich nichts mit dem fahrgestell zu tun.

eine lösung habe ich für dich allerdings auch nicht parat. ich find schon womos mit 2 meter innenhöhe ganz nett - da habe ich auf noch mehr nie geachtet. doch ein paar tipps zum weitersuchen habe ich schon auf lager:
1. die frage mit dem doppelten boden würde ich nicht so hoch hängen. mittlerweile werden die nachteile des doppelten bodens ja auch immer stärker diskutiert (zum beispiel: größere außenhöhe, höherer schwerpunkt, höheres gewicht, schwierigerer einstieg, stufe zwischen fahrerhaus und wohnbereich). daher gibt es ja auch immer mehr womos, die versuchen, die technischen vorteile des doppelten bodens zu übernehmen: flache technikböden oder auch die formteile, die genau in die fahrgestelle hineinpassen, sind fürs wintercamping ebenso geeignet wie der "einfache" doppelte boden. warum ich dass gerade bei deiner frage schreibe? nun, mit dem womo sollte man (zumindest als adac-mitglied) versuchen unter 3,2 metern außenhöhe zu bleiben. wenn du 2,10 meter stehhöhe haben willst, wir 10 cm fürs dach und die bodenkonstruktion annehmen und eine rahmenhöhe von 70 cm , bleiben gerade mal noch 30 cm für den doppelten boden und die zweite bodenplatte - das bringt dann auch nicht mehr so unendlich viel.
2. alkoven: ich denke, hier wirst du auch eher auf dein traumwomo stoßen. zum beispiel bei unserem karmann ist im vorderen wohnbereich die stehhöhe weit über 2 m. denn hier beginnt bereits die erhöhung für den alkoven. vielleicht kannst du dann ja damit leben, wenn du dich bücken musst, wenn du an den kleiderschrank gehst, aber wenigstens vor der küche und der dinette normal stehen kannst. die integrierten dagegen haben in der regel gerade dächer.
in einer der beiden aktuellen womozeitschriften habe ich so einen silberling mit riesenhohem alkoven auf sprinter gesehen - vielleicht wäre das auch etwas ...
3. nachdenken würde ich auch über dies modernen "zwitter", die von außen wie ein kastenwagen aussehen, aber in wirklichkeit den aufbau eines klassischen womos haben (zum beispiel von hymer, la strada und in der aktuellen promobil oder reisemobil hatten sie noch einen doppeltest mit hymer und ?bürstner?). denn kastenwagen bringen durch die dort üblichen dachbetten meist mehr stehhöhe mit als die kastigen kabinenaufbauten.

bei den betten kommen für dich ja eh nur längsbetten in frage. denn querbetten stoßen bei 2 metern an die maximale länge durch die innenbreite der kabinen. nur richtig breite womos (zum beispiel die amis) bringen wesentlich mehr als 2 meter innenraumbreite mit. ich denke mal, ein dach-längsbett in einem kastenwagen-ableger, ließe sich auch einfacher verlängern, als wenn du versuchst, ein bett im wohnbereich versuchst deinen maßen anzupassen.

ach ja: die unterscheidung zwischen reise- und wohnmobil von berny halte ich für zu kurz gesprungen. erstens ist es eine sehr persönliche. ich würde es - wenn überhaupt - anders definieren: reisemobil ist eher fahraktiv, auf urlaube und lange fahrtstrecken ausgelegt. wohnmobil legt dagegen mehr wert auf den wohnteil und passt auch gut zum überwintern auf einen campingplatz in spanien. da wir jedoch begeisterte womo-fans sind und ich viel wert auf ein handliches und komfortables fahr(!)zeug lege, würde selbst diese eigene definition nicht passen. und die trennung in kastenwagenausbau (als fahraktiver) und alkoven (als wohnlicher) halte ich für völlig verquer: ein ausgebauter mb vario mit langem radstand ist unhandlicher, länger und bietet weniger fahrspaß als unser karmann auf lt35 II. und der kurze sprinter-kabinenausbau von dieter (der weiß/grüne - nein, nicht dieter, sondern das womo) wird sich besser fahren lassen, als viele kastenwagenausbauten. ach ja: unser erstes womo, ein vw T3 california mit selbst auf- udn ausgebautem meista-hochdach (außenhöhe: 2,65 m) war in kurven und bei wind wesentlich unangenehmer fahren, als der total gutmütige karmann missouri(außenhöhe < 3 m). fazit: keine verallgemeinerungen.

vielleicht konnte ich dir wenigstens ein paar gedankenanstöße geben.

jens

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