geschrieben von jens voshage (altes Forum) am Samstag, 28. September 2002 21:09 Uhr
Als Antwort auf : "wieso einen Karmann ??":
wollt ihr mich herausfordern oder in eine falle laufen lassen? aber auf diese frage muss ich doch anspringen. oder wolltet ihr stoppen, wie lange es dauert, bis ich in die tasten haue?<br>also, es geht los:<p>: Qualität ist auch eine vernünftige Raumaufteilung <p>jepp! nur was vernünftig ist, ist sehr individuell verschieden. beispiel: so schön ich concorde und phoenix auch finde - für uns kämen sie serienmäßig nicht in frage. denn wir haben eine tochter, die während der fahrt hinten im aufbau sitzen muss. und es ist einfach unangenehm, wenn man dann nur nach links raussehen kann, vorne jedoch nur eine bretterwand zu sehen ist. denn durch die kleine luke kann man von der rückbank aus nichts sehen. auch ist es für meine frau mit ihrem bandscheibenvorfall kein vergnügen, sich durch die enge "luke" zu zwängen - gerade beim iveco fanden wir das sehr beschwerlich. und mit einer tasse tee oder einer kalten cola in der hand wird es noch schwieriger. die vorteile sind mir natürlich auch klar, aber da muss halt jeder für sich die entscheidung selber treffen. für uns hätte karmann zwei interessante grundrisse im programm. wenn unsere tochter noch kleiner wäre, hätten wir den karmann 635ST genommen. da wir aber damit rechnen, dass wir in fünf jahren eh nur noch zu zweit fahren und dann lieber ein heck("doppel")bett haben möchten und nur ungerne auf die separate dusche verzichten wollen, haben wir uns für den GB entschieden.<p>:und zB. ein großer Alkoven, deswegen habe ich Karmann noch nie in Erwägung gezogen, weil sie keine Alkovenqualität haben<p>klar kannst du den karmann-alkoven nicht mit einem dachgeschoss wie beim clou-trend vergleichen. dafür bleibt karmann aber auch in der gesamthöhe unter 3 metern. und das wirkt sich mit sicherheit aus - nämlich durch angenehme fahreigenschaften. aber der neue alkoven (also beim missouri der zweiten generation) hat eine ausreichende höhe, ein lattenrost und auch eine ordentliche matraze - zumindest wenn man den womo-maßstab anlegt. und die grundfläche des alkovenbetts war schon immer o.k.<p>: und das teure LT Chasis <p>das preis-leistungs-verhältnis ist aus meiner sicht gut. zum beispiel funktioniert die heizung auch im fußraum des beifahrers gut (soll es beim billigen ducato ja manchmal probleme geben). und es gab vom ersten tag an aufstieghilfen in der stoßstange, damit man die frontscheibe von schmutz und eis befreien konnte ohne eine leiter mitzuschleppen. auch hat das fahrzeug den für wohnmobile mit besseren fahreigenschaften versehenen hinterradantrieb. und mit serienmäßig abs und elektronischer differentialsperre (bzw. einer solchen wirkung) hält man nicht nur gut an, sondern kommt auch in fast allen situationen wieder in gang. ach ja, vw verspricht bei seinen motoren nicht nur leistung und drehmoment, sondern liefert sie auch. meist sogar mehr als in den prospekten steht - da sieht es bei fiat leider auch ganz anders aus. was ich am lt noch mag? dass ich nicht überall auf nacktes, kaltes blech schauen muss. und dass ich serienmäßig spitzenmäßige isringhausensitze habe - im missouri mit kleinem aufpreis sogar mit einstellbarer lordsenstütze. sicherlich würde mir noch viel einfallen, was für den lt spricht. von der fertigungsqualität will ich gar nicht groß anfangen, das stichwort "spaltmaße" wäre ja nur der anfang.<p>: mit einem Amaturenbrett aus dem letzten Jahrhundert, nein danke. <p>klar, das ist nicht nett. da hat mercedes ja echt scheiße gebaut. leider verkauft sich der lt so gut, dass vw ins amaturenbrett nicht investieren will (mercedes musste das beim sprinter ja machen um gegen den lt anzukommen). als ich die bilder von den neuen sprinter- und ducato-fahrerhäusern gesehen habe, war ich auch sofort neidisch. wie du unter "basis" nachlesen kannst (siehe link unten), hat sich das im direkten vergleich der verschiedenen fahrgestelle relativiert. die formen sind schöner bei den neuen. aber während vw kunststoff einsetzt, gibts bei fiat und mercedes leider nur plasitik. und der neue iveco ist aus meiner sicht in dem punkt das letzte - das amaturenbrett ist einfach nicht zeitgemäß. der lt stammt nun mal aus dem letzten jahrhundert. aber er ist technisch ziemlich auf der höhe der zeit und braucht sich nicht hinter den greenhörnern verstecken.<br>was ich wirklich vermisse, ist eine automatik oder sprintshift-schaltung und vielleicht auch den joystick-schaltknüppel. die sprintshift wäre für mich auch der einzige grund, auf den sprinter umzusteigen.<p>
ann lieber Geld sparen und was vernünftiges kaufen z.B.Phoenix auf Iveco ,<p>ich weiß nicht, warum ein hochwertiger hersteller wie phoenix auf einem billig-fahrgestell anbietet. vielleicht, weil sich sonst fast niemand mehr einen phoenix leisten könnte. mit dem schiff auf dem vario haben sie ja einen echten kracher gebracht - aber so lange kann ich gar nicht sparen, bis ich ihn mir leisten könnte.<p>: oder Geld anlegen und den billigen Italiener auf Fiat holen, da macht man genauso gut Urlaub. <p>wir haben auch im t3-california tolle urlaube gemacht. aber heute haben wir andere ansprüche an komfort und qualität. und bislang haben alle ducatofahrer im gespräch die schwächen ihres fahrgestells bestättigt. schwächen, die der lt nicht hat. dafür gebe ich dann gerne etwas mehr aus.<p>:In drei Jahren sind die Autos sowieso schon wieder überholt <p>das denke ich bei einem karmann nicht. denn der ist qualitativ so, dass man ihn auch ohne probleme ein jahrzehnt fahren kann. und wir hätten unseren missouri 635SD ja auch nicht nach 3,5 jahren verkauft, wenn jetzt ein grundriss verfügbar wäre, der unseren ansprüchen sehr nahe kommt. und dieser neue grundriss ist so, dass wir meinen, damit auch in zehn jahren noch zufrieden zu sein. das der lt das durchhält, daran hab ich gar keine bedenken. wenn ich im lt-forum lese, dass die mit ihren lt1 bei 435.000 km mit ihren 78er dieseln rumschüsseln ...<br>und mir alle drei jahre ein neues womo zu kaufen, dass könnte ich mir nicht leisten. das war jetzt eine ausnahme, aber noch so eine abschreibung ist in drei jahren nicht drin. daher habe ich mich schweren herzens auch von meinem traumwomo "bocklet-kabine auf mb vario" verabschiedet.<p>ich glaube, was man an einem karmann wirklich hat, merkt man erst, wenn man ihn fährt. und wenn man die kleinen positiven unterschiede - die aber in der praxis viel ausmachen - auf messen oder auf den stellplätzen bemerkt.<p>ach ja, eins will ich natürlich nicht vergessen: ein dichtes wohnmobil ist eine nette sache - scheinen sich viele hersteller zu sagen. schon durch den aufbau des karmanns sind wassereinbrüche nur sehr begrenzt möglich. und bei guter verarbeitungsqualität eigentlich ausgeschlossen. (nein, du brauchst mich nicht auf die positionsleuchten der ersten missouri-modellreihe hinweisen. ich weiß, dass damit viele probleme hatten. aber das gibt es heute nicht mehr und die schwachstelle war auch leicht zu beheben).<p>jens<br><ul><li><a href="http://www.wohnmobile.net/forum/chassis/messages/2533.html">plastik, blech und schlechte sitze und ein neuer motor</a></ul>
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