Re: Reiseberichte Tschechien

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geschrieben von Kai (altes Forum) am Donnerstag, 17. Juni 2004 12:06 Uhr

Als Antwort auf : "Re: Reiseberichte Tschechien":

Ich habe über Goggle einiges herausgefunden und bin gerade dabei etwas zusammenzustellen.<p>Hier schon einmal ein paar Auszüge:<p>Verkehrsvorschriften<br>Die tschechischen Verkehrsvorschriften unterscheiden sich nicht wesentlich von denen der anderen Staaten.<br>Geschwindigkeitsbeschränkungen<br>· Die zulässige Höchstgeschwindigkeit in geschlossenen Ortschaften beträgt 50 km/h (auch nachts).<br>· Die zulässige Höchstgeschwindigkeit für Automobile und Autobusse mit einem Gesamtgewicht bis zu 3500 kg beträgt auf Landstraßen 90 km/h und auf Autobahnen 130 km/h.<br>· Die zulässige Höchstgeschwindigkeit für Motorräder beträgt 90 km/h.<br>· Die zulässige Höchstgeschwindigkeit für Automobile mit einem Gesamtgewicht von über 3500 kg beträgt 80 km/h.<br>· Der Fahrer darf weder vor der Fahrt noch während der Fahrt alkoholische Getränke zu sich nehmen.<br>· Beim Lenken eines Fahrzeug darf der Fahrer das Telefongerät nicht in der Hand halten.<br>· Die Sicherheitsgurte müssen während der ganzen Fahrtdauer angelegt bleiben.<br>· Die Motorradfahrer sind ebenso wie die mitfahrenden Personen verpflichtet, während der Fahrt einen Helm zu tragen.<br>Für die Benutzung von Autobahnen und Schnellstraßen wird in der Tschechischen Republik (ähnlich wie in Österreich und der Schweiz) eine Gebühr in Form einer Autobahn-Vignette erhoben, die auf die Windschutzscheibe von innen aufgeklebt wird. Die Vignetten sind auf Postämtern, an Grenzübergängen und an augewählten Tankstellen erhältlich. (Die Vignetten-Preise betragen bei Fahrzeugen bis 3500 kg: Jahres-Vignette 800,- K&#269;, Monats-Vignette 200,- K&#269;, 10-Tages-Vignette 100,- K&#269;. Bei Fahrzeugen zwischen 3500 und 12000 kg Gesamtgewicht kostet eine Jahres-Vignette 6000,- K&#269;, eine Monats-Vignette 1000,- K&#269; und eine Zehn-Tages-Vignette 400,- K&#269.<br>Treibstoffe<br>In der Tschechischen Republik gibt es schon jetzt ein dichtes Netz von Tankstellen, weitere werden gebaut. Es werden folgende Kraftstoff-Sorten angeboten: <br>· Spezial 91<br>· Natural 91<br>· Natural 95<br>· SuperPlus 98<br>· Diesel<br>Parken<br>Es ist empfehlenswert, vor allem bewachte Parkplätze zu benutzen. Diese stehen in jeder größeren tschechischen Stadt und in jedem Touristenzentrum der Tschechischen Republik zur Verfügung. Nach dem Einparken soll der Wagen auf jeden Fall abgeschlossen werden, im Wagen-Inneren sollen keine Gegenstände, die Aufmerksamkeit anziehen können, hinterlassen werden. In Bezug auf Prag empfehlen wir, angesichts der in der Innenstadt häufig vorkommenden Staus die park and ride-Parkplätze an den Endstationen der Metro in Anspruch zu nehmen.<br>Autoverleih<br>Mietwagen werden in der Tschechischen Republik von zahlreichen in- und ausländischen Gesellschaften angeboten. Zur Verfügung stehen Fahrzeuge aller Kategorien und Marken sowie auch Wagen mit Fahrer.<br>Notdienst<br>ABA - Autoklub Bohemia Assistance – Nonstop-Unfalldienst für Autofahrer - Rufnummer 1240. Der Bergungs- und Abschleppdienst ist für alle Fahrzeuge, die in Not geraten sind, bestimmt. <p>Taxi<br>Die Taxigebühren, die aus einer festen Gebühr und einer Kilometer-Pauschale bestehen, sind nicht einheitlich geregelt und können daher in verschiedenen Ortschaften unterschiedlich sein. Die Höhe der Kilometer-Pauschale muss an der Karosserie wie auch im Wageninneren angegeben sein. Jeder Taxifahrer ist verpflichtet, auf Wunsch des Kunden eine Quittung über den bezahlten Fahrpreis auszustellen. Wir empfehlen, sich vor der Fahrt über den Fahrpreis zu informieren. Ein Taxi kann bis zu 24 Stunden vor der Fahrt telefonisch bestellt werden.<p>Wichtige Telefonnummern:<br>Polizei der Tschechischen Republik 158 <br>Rettungsdienst 155 <br>Feuerwehr 150 <br>Straßennotdienst 154 <br>Zentraler Automobilklub ÜAMK 0123 <br>ABA (Der Automobilklub Bohemia Assistance) 0124 <br>Autoclub Notruf ADAC Prag 02 / 61104351<p><p><br>Willkommen in Tschechien <p>Wenn Deutsche locker mit »Tschüs«, Österreicher mit »Servus« oder Italiener mit »Ciao« grüßen, dann sagen die Tschechen »Ahoi«. Dass sich ausgerechnet die Bewohner eines Binnenstaates für den legeren Umgang untereinander der Seemannssprache bedienen, ist nur eine der vielen Widersprüchlichkeiten im Herzen Europas. Tatsächlich erweist es sich als alles andere als einfach, der vielschichtigen Seele dieses Landes auf den Grund zu kommen. Schwejkhafte Pfiffigkeit und hintergründiger Humor schließen tiefverwurzelten Skeptizismus und Melancholie keineswegs aus. Im Gegenteil, himmelhochjauchzende Fröhlichkeit und abgrundtiefe Schwermut scheinen untrennbar miteinander verbunden. Aus diesem Wechselbad der Gefühle schöpft das tschechische Wesen seinen beispiellosen Mutterwitz und seine enorme Kreativität in allen Bereichen der Kunst. <br>In dieser Zerrissenheit liegen aber auch die Wurzeln für jene Resignation, die sich bisweilen in zur Schau getragener Gleichgültigkeit gegenüber Fremden offenbart. Kein Wunder, dass einem zwischen positiven und negativen Begegnungen hin- und hergerissenen Reisenden das Verständnis für die tschechische Mentalität oft schwerfällt. In die Begeisterung für die ideensprühende Dynamik, mit der innerhalb kürzester Zeit landauf, landab abbruchreife Häuser in komfortable Hotels verwandelt wurden, mischt sich nicht selten Ärger über die enervierende Interesselosigkeit des Personals. Freilich, nicht immer ist die kalte Schulter eines Kellners oder Verkäufers wirklich als Unfreundlichkeit gemeint. Weit öfter heißt das nichts anderes als »pomalu, hübsch langsam - es läuft uns beiden doch nichts davon«. <p>Essen&Trinken<br>Die Zeiten langweiliger Einheitskost, wie sie in den ehemaligen kommunistischen Staatsbetrieben buchstäblich bis zum Erbrechen serviert wurde, sind vorbei. Glücklicherweise gerieten all die verführerischen Köstlichkeiten der berühmten Küche Böhmens und Mährens nicht in Vergessenheit, zu Hause kochte man nämlich auch in den dunklen Jahrzehnten phantasievoll und kalorienreich wie eh und je. <br>Heute feiern die Privatrezepte böhmischer Großmütter auch in immer mehr Restaurants und Gasthäusern fröhliche Urständ. Freilich trauen sich viele Jungunternehmer auf der anderen Seite noch nicht so recht, Landestypisches anzubieten, und setzen unsicher auf Pseudo-Internationalität. Doch erinnern wir uns: Auch Deutschland oder Österreich durchlief die unglückselige »Hawaii-Schnitzel-Phase«, bis keiner mehr die Ananasscheibe aus der Dose sehen konnte. <br>Böhmische Küche: <br>Wenn der Duft von knusprigem Schweinebraten und würzigem Sauerkraut die Luft gemütlicher Bierstuben oder Weinkeller schwängert und die dazugehörigen locker-leichten Knödel ankündigt, sind alle kulinarischen Fehltritte rasch vergessen. Wem bei Borstenvieh und Schweinespeck schon das Wasser im Mund zusammenläuft, den führen zarter Gänsebraten oder gefüllte Entenbrust, gebeizter Rehschlegel oder Hasenpastete in den Himmel der Fleischeslust. <br>Nicht zu vernachlässigen sind auch die Fischgerichte. Die einstige Fastenspeise des Klerus, in Böhmens Klöstern raffiniert verfeinert, fand bald auch in der Küche des einfachen Volkes Aufnahme. Als besondere Delikatesse gelten Schwarze Karpfen aus den südböhmischen Teichen, die keineswegs bloß zu Weihnachten auf den Tisch kommen. Gern delektiert man sich aber auch an Forelle blau oder Hecht gespickt und gebraten, Zander gratiniert oder Aal in Rotwein gedämpft. <br>Mehlspeisen & Quarkkäse: <br>Um das Maß voll - und den Gürtel endgültig weiter - zu machen, sei nun noch eine kleine Auswahl böhmischer Mehlspeisen vorgestellt, wie die kalorienreichen süßen Sünden so verharmlosend genannt werden. Von Obstknödeln aus Kartoffel-, Topfen- oder Brandteig und Strudeln mit verschiedenen Füllungen reicht die Palette über Powidltascherl, Zwetschgenpovesen und Liwanzen bis zu böhmischen Dalken, Dukatenbuchteln, Kaiserschmarrn und Palatschinken. Was sich hinter den für norddeutsche Ohren ganz und gar exotisch klingenden Namen verbirgt, wird nicht verraten. Wer prinzipiell Süßes mag, soll getrost bestellen und sich einfach überraschen lassen. <br>Und weil Käse bekanntermaßen den Magen schließt, kommt nun noch der berühmte Olmützer Quargel auf den Tisch. Mit Butter und Zwiebeln serviert, verströmt dieser würzige, langsam gereifte Quarkkäse schon von weitem sein unverkennbares Aroma. Dazu gehört natürlich ein gut gekühltes Glas Bier, womit nun endlich auch von tschechischer Braukunst die Rede ist. <br>Bier & Wein: <br>»Hopfen, Gerste und Malz, Gott erhalts« - das Stoßgebet aller Liebhaber des nachweislich seit dem 11. Jh. in Böhmen heimischen Getränks findet vor allem in Pilsen und Budweis Erhörung. Dass die Nation der Biertrinker aber auch einen guten Tropfen edlen Rebensafts durchaus zu schätzen weiß, davon zeugen die weitläufigen Weinanbaugebiete vor allem in Südmähren und nördlich von Prag. <p>Steckbrief:<br>Hauptstadt: Prag <br>Fläche: 78.866 km<sup>2</sup> <br>Einwohner: ca. 10,3 Mio. <br>Bevölkerungsdichte: 130 Einwohner je km<sup>2</sup> <br>Amtssprache: Tschechisch<br>Staatsform: Republik <br>Religion: 40% Konfessionslose, 39 % Katholiken, Minderheiten: Protestanten, Hussiten, Orthodoxe, Juden<br>Währung: 1 Tschechische Krone (Kc) = 100 Heller<br>Netzspannung: 220 /230 Volt Wechselstrom<br>Zeitzone: MEZ<br>Landesvorwahl: +42<br>Internet-Kennung: .cz <br>Höchste Erhebung: Schneekoppe (1.602 m) <br>Längster Fluss: Moldau (435 km)<p><br>Böhmerwald: <br>Die Tschechen haben für dieses größte geschlossene Waldgebiet Mitteleuropas, das sich bis Bayern und Österreich erstreckt, den treffenden Namen »Šumava« (von šumeti = rauschen) gefunden. Weite Teile des Böhmerwaldes, der von Adalbert Stifter literarisch verewigten Landschaft, wurden zu einem Naturpark (1.630 km2) zusammengefasst. Aus Gründen des Naturschutzes bleiben aber einige der von der UNESCO zu Biosphären-Reservaten erklärten Hochmoore nicht allgemein zugänglich. <br>In vielen Mäandern windet sich die Moldau - und die Straße - durch lichte, liebliche Landschaft. Wiesen, Weiden und Wäldchen säumen die Ufer des schmalen Flüsschens, Sägewerke, zum Teil noch in Betrieb, erinnern an die einstige, inzwischen aber schwindende Bedeutung der Holzgewinnung. Etwas westlich von Vyšší Brod liegt der Stausee von Lipno (Lippen). Mit einer Fläche von 4.600 ha bildet der Stausee das größte Gewässer Tschechiens. An den Ufern hat sich ein lebhafter Freizeitbetrieb mit Hotels, Restaurants und Campingplätzen entwickelt. In den Sommermonaten werden auch Schiffsrundfahrten angeboten. <br>Interessant sind hier die vielen Wandermöglichkeiten, zum Beispiel zum Schwarzenbergischen Schwemmkanal, zur Burgruine Vitkuv Kámen (Wittinghausen), einst Rosenbergischer Besitz und Schauplatz von Stifters Erzählung »Hochwald«, oder zum Plešné jezero (Plöckensteiner See). <p><br>Brno<br>Brno (Brünn) Für Brünn gibt es viele Bezeichnungen: einstiger Vorort von Wien (jeder echte Wiener hatte - »als Böhmen noch bei Österreich war« - eine Großmutter, zumindest aber eine Tante aus Mähren), Metropole Mährens mit 400.000 Einwohnern, Stadt der Messen und Motorradrennen, der großen Baukünstler (von Meister Anton Pilgram bis Adolf Loos), Musiker (vom Komponisten Leos Janácek bis zur Opernsängerin Maria Jeritza), Wissenschaftler (Johann Gregor Mendel, Begründer der Erblehre) und Techniker (Viktor Kaplan, Erfinder der Turbine), Zentrum von Industrie und Handel, städtische Denkmalreservation. Das Passende entdeckt jeder für sich, doch das spröde Brünn ist nicht das strahlende goldene Prag und erschließt sich seinem touristischen Eroberer eher zaghaft. Nur langsam kann sich Brünn vom Image der schäbigen, vernachlässigten, schmutzigen und lärmenden Stadt erholen, die rege Restaurierungstätigkeit im historischen Kern bringt endlich wieder so manches Juwel zu Tage. <br>Der größte Platz der Stadt, Zelný trh (Kohlmarkt), bestand bereits im 13. Jh. und diente auch damals als Markt. Rund um den Parnaß-Brunnen (Entwurf von Fischer von Erlach) werden an Werktagen Obst, Gemüse und Blumen verkauft. Die Reduta (Zelný trh 4) gehört zu den ältesten Theatergebäuden Mitteleuropas (1734). Im ehemaligen Dietrichstein-Palast, im Bischofshof und in weiteren anliegenden Gebäuden befinden sich die Ausstellungsräume des 1818 gegründeten Mährischen Landesmuseums, in der unter anderem eine »Venus von Vestonice« zu bewundern ist. Der benachbarte Kapucínské námestí (Kapuzinerplatz), ehemals Kohlenmarkt, weist die durch das System der mittelalterlichen Gassen vorgegebene Dreiecksform auf. <br>Das Kapuzinerkloster mit der Hl. Kreuz-Kirche stammt aus der Mitte des 17. Jh. In der Krypta kann man Mumien von Angehörigen und Wohltätern des Ordens besichtigen, aber auch den Sarkophag, unter dessen Glasdeckel der legendäre Pandurenführer Franz von der Trenck (1711-1749) - mit falschem Kopf - ruht. <p><br>Ceský Krumlov (Böhmisch Krumau) <br>Vergleiche mit den schönsten Städten Europas drängen sich bei der Beschreibung von Ceský Krumlov zwangsläufig auf. Ob beim Anblick des hoch auf einem schroffen Felsen über der jungen Moldau thronenden Schlosses Salzburg oder Edingburgh als Déjŕ-vue-Vorlage herhalten müssen, ob einem beim Bummel durch die mittelalterlichen Gassen Siena oder beim Überqueren der vielen Brücken über den windungsreichen Fluss Venedig in den Sinn kommen, die Perle Südböhmens besitzt tatsächlich von jedem etwas - von der heiteren Gelassenheit Salzburgs, der kühlen Strenge Edingburghs, dem südländischen Flair Sienas, der müden Morbidität Venedigs - und ist dennoch unvergleichlich. Zumal jetzt, da nach einem halben Jahrhundert im Dornröschenschlaf, unter Staub und abbröckelndem Putz all die Schätze einer entschwundenen Epoche zum Vorschein kommen, die man längst verloren wähnte. <br>Am Budweiser Tor (Budejovická brána) beginnt ein markierter, 3,5 km langer Stadtrundgang, der zu 39 interessanten Baudenkmälern führt. Über die Latrán-Straße erreicht man mit wenigen Schritten den Eingang zum Schloss, das trotz Restitutionsgesetz in staatlichem Besitz verbleiben dürfte. Der ab 1678 im französischen Stil terrassenförmig angelegte, rund 10 ha große Schlosspark mit einem Teich, dem Rokoko-Lustschlösschen Bellaria und der zu einem Konzertsaal ausgebauten ehemaligen Winterreitschule bildet zusammen mit dem Maskensaal das bezaubernde Ambiente für ein internationales Musik- und Theaterfestival, das alljährlich zwischen Juni und September veranstaltet wird. Eine drehbare Tribüne für 800 Personen inmitten des Parks ermöglicht bei Schauspiel-, Ballett- und Opernaufführungen raschen Szenenwechsel. <p>Dittersbach<br>Wanderung Ausgangspunkt: Jetrichovice (Dittersbach)<p>Verlauf: Jetrichovice - Mariina skála - Vilemínina stena - Purkartický les - Rudolfuv kámen - Pohovka - Ceská silnice - Šaunštejn (Abbiegung) - Vysoká Lípa - Dolský mlýn - das Tal Jetrichovická Belá - Jetrichovice<p>Verpflegungsmöglichkeiten: Restaurant, Hotels und Pensionen in Jetrichovice und in Vysoká Lípa <p>rote Wegmarkierung in Richtung Mariína skála (Marienfelsen) aufwärts;<br>nach ca. 30 min Abstecher zum Marienfelsen (Mariina skála), Aussichtspunkt mit Schutzhütte seit 1856;<p>weiter geht es immer auf der Höhe in Richtung Rudolfstein (Rudolfuv kámen), genauso wie Mariánka (Mariina skála) und Vilemínka, wurde auch dieser Gipfel nach einem Adeligen des Geschlechtes Kinský genannt, die im 19. Jahrhundert die touristische Zugänge in diesem Gebiet gebaut haben. Zu dem höhsten Punkt zu dem Holz-Obdach führt eine nicht markierte Abbiegung (Leiter, künstliche Stiege, leicht exponiert, schöne Panorama-Aussicht);<br>ab dem Rudolfstein geht es gemütlich bergab bis zum Abzweig nach Vysoká Lípa (Hohenleipa),<br>in Vysoká Lípa (Hohenleipa) ist Gaststätteneinkehr möglich,<br>weiter die Straße nach Süden,<br>nach ca. 500m biegt die Straße 90° nach links weg und der Weg geht geradeaus weiter,<br>abwärts ins Horní souteska (kühles Tal der Kamenice),<br>flussaufwärts an der Grundmühle (Dolsky Mlýn) vorbei, Bade-/Planschmöglichkeit,<br>Mühle wurde erstmals im Jahre 1515 erwähnt, die Funktion hat sie bis zum Ende des 2. Weltkrieges erfüllt. Nach 1945 wurde die Mühle verlassen. Heute haben ihre Ruinen einen geheimnisvollen und spukhaften Eindruck;<br>kurz danach zweigt ein kleines Tal halblinks in Richtung Dittersbach ab,<br>am Ende des Tales befindet sich die Alte Mühle von Dittersbach,<br>nun gehts noch ein Stückchen Straße zurück nach Dittersbach<p>Erzgebirge<br>Das Erzgebirge - auf tschechisch Krusné Hory - liegt im Nordwesten Tschechiens an der Grenze zu Deutschland. Der auf tschechischer Seite liegende Teil des Erzgebirges erstreckt sich ca. 130 km an der Grenze entlang von Nejdek (Neudek) im Westen bis Ústí nad Labem im Osten. Vor allem von Ostdeutschland aus ist das Erzgebirge leicht zu erreichen. <br>Das gesamte Gebiet ist gut erschlossen und mit dem Auto hervorragend zu erkunden (im Winter die Schneeketten nicht vergessen!). <br>Zu beiden Seiten der Grenze gibt es große und kleine Skiareale, die den Skiurlaub lohnen. <br>Die Orte Oberwiesenthal, Klingenthal, Seiffen und Altenberg sind längst ein Begriff.<br>Das Wintersportzentrum Bozí Dar und der Areal Klínovec, Pernik, Nové Hamry im westlichen oder Zadní und Mikulov-Bournák im östlichen Erzgebirge sind schon längst keine Geheimtipps mehr. <br>Die vielfältigen Möglichkeiten, die das tschechische Skigebiet Erzgebirge bietet, stellen eine sehr gute Alternative zu den deutschen Skiorten dar.<br>Es bieten sich hier dem Langläufer und dem alpinen Skisportler gute Möglichkeiten: Durch das Erzgebirge führen viele Skiwege und Loipen, die das östliche mit dem westlichen und das tschechische mit dem deutschen Erzgebirge verbinden. <br>Das Erzgebirge ist hauptsächlich durch den Bergbau bekannt geworden. Seit dem Mittelalter wurden vor allem Silbererz abgebaut. Aber auch Zinn- und sogar Uranbergbau kamen vor.<br>Aber das Erzgebirge ist auch als Erholungs- und Kurgebiet bekannt. Vor allem Jáchimov (St. Joachimsthal) ist hier zu nennen. Dessen Entstehung ist eng mit dem Silberbergbau verknüpft, da es die erste Eröffnung eines Heilbades 1906 einer Entdeckung durch das Forscherehepaar Curie verdankt. Diese hatten in ihrem Pariser Labor Proben von Rückständen des Silbererzbergbaus untersucht und zwei radioaktive Elemente darin entdeckt. Das Radium wird heute in den Bädern Jáchimovs gegen Rheuma verwendet.<br>Auch das Bäderdreieck ist nicht fern. Karlsbad (tsch. Karlovy Vary) liegt ca. 23 km von Jáchimov entfernt. <br>Übrigens: In der Kleinstadt Dux (tsch. Duchov), die auch die Geburtsstadt Walter von der Vogelweide ist, lebte 12 Jahre lang ein Bibliothekar, der sich "Chevalier de Seingalt" nannte. Besser bekannt sind er und seine Memoaren, die er hier schrieb, allerdings unter seinem richtigen Namen: Giacomo Girolamo Casanova. In dem Casanova-Museum gibt es u.a. auch eine Uhr zu sehen, die seine Todesstunde zeigt<p><br>Harraachov<br>- Mummelwasserfall<br>- Kirche St. Václava (1822-182<br>- Kapelle St. Alžb&#283;ty (1912)<br>- Areal fünf Sprungschanze <br>- Seilbahn an &#268;ertovu horu <br>- Durchlauf Mummel-Fluss<br>- 686m ü.M<br>- Einwohnerzahl: 1780<br>Eines der bedeutendsten Erholungszentren im Riesengebirge, befindet sich in seinem westlichen Teil direkt an der Grenze mit Polen. Es liegt im Kessel bei dem Fluss Mumlava (Mummel) und dessen Zuflüssen Milnice, Kamenice und Bílá voda.Von Süden ist es begrenzt durch die steilen Abhänge des Berges &#268;ertova hora (1020m ü.M.), von der Nordseite sodann durch die mässigeren Hänge des Slezský h&#345;bet (Schlesierkamm), (Mrtvý vrch 1059m ü.M., Jakšín 1115m ü.M.). Ein wichtiger Sattel ist der Bergpass von Nový Sv&#283;t (885m ü.M.), durch welchen über den Grenzübergang Harrachov-Jakuszyce die internationale Strasse E 65 und auch die Eisenbahnstrecke nach Jelení Hora (ausser Betrieb) führt. <br>Harrachov in seiner jetzigen Gestalt (ab 1973 Stadt) entstand nach dem Jahre 1945 durch die Verbindung der ehemals selbständigen Ortschaften Nový Sv&#283;t, Rýžovišt&#283; und des eigentlichen Harrachov. Im Jahre 1959 wurde die Siedlung Mýtiny angeschlossen, wo sich die heutige Endstation der Eisenbahnstrecke Tanvald-Harrachov befindet. Dieses Gebiet gehörte zu Polen und wurde gegen eine gleich grosse Fläche nördlich vom Berg Mrtvý vrch ausgetauscht.Die Besiedlung der Gemeinde ist seit dem 17. Jahrhundert dokumentiert und bereits zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde eine Glashütte gegründet, welche ab dem Jahre 1754 dem Grafengeschlecht Harrach gehörte. Diese Hütte hat vor allem Ende des vergangenen und Anfang unseres Jahrhunderts die Glaserzeugung des Riesengebirges in ganz Europa und Übersee berühmt gemacht. Die gegenwärtige Glasherstellung knüpft erfolgreich an die berühmte Tradition an (Produktion von geschliffenem, gemalten und Hüttenglas). Das Glasmuseum wurde im Jahre 1994 in das neu rekonstruierte Herrenhaus in der Nähe der Glasfabrik in Nový Sv&#283;t übersiedelt. <br>Es ist hier auch die Kapelle der hlg. Elisabeth mit der gläsernen Glocke aus dem Jahre 1915. Die Empirekirche des hlg. Wenzel (aus den Jahren 1822-182 ist ebenfalls mit Glas aus den hiesigen Glasfabriken dekoriert (Luster, Altar). Die Bergmännische Tätigkeit wurde im Jahre 1992 beendet, die Grube (Fluorit, Baryt, Galenit) am westlichen Fusse des Berges Pta&#269;inec (950m ü.M.) geschlossen. Tradition hat auch der Forstbereich (Forstbetrieb, Lehrstätte, Sägewerk). Die Aufgabe des wichtigsten Wirtschaftszweiges hat jedoch bereits seit jeher der Reiseverkehr übernommen. Harrachov ist ein bekannter Mittelpunkt für Erholung, Winter- und Sommertouristik, aber vor allem für Wintersporte. Berühmt ist das Areal der fünf Sprungschanzen am Nordhang des Berges &#268;ertova hora, auf der grössten (K-180) finden Wettkämpfe des Weltpokales im Skiflug statt, in den Jahren 1983 und 1992 war es die Weltmeisterschaft. Dortselbst ist auch eine Sitzseilbahn und Abfahrtstrecken. Weitere Skilifte und Abfahrtbahnen sind am nordöstlichen Abhang über dem Rýžovišt&#283;, wo auch eine neue Sitzseilbahn ist. Am mässigeren nordwestlichen Fusse des Berges &#268;ertova hora befinden sich perfekte standardmässige Skilanglaufbahnen (Loipe). Westlich von der Glasfabrik wurde ein Schiessstand errichtet und Biathlonbahnen. Für die Skitouristik ist um ganz Harrachov die Skimagistrale instandgehalten in der Gesamtlänge von cca 50km, welche laufend jedes Jahr verbreitert wird. <br>Verkehrmässig ist Harrachov gut zugänglich über die bereits erwähnte internationale Strasse E 65 von Prag oder die Landstrasse Nr. 14 von Trutnov und Jilemnice oder von Liberec, Jablonec nad Nisou und Tanvald ebenfalls über die Strasse Nr. 14. Die Eisenbahnstrecke Tanvald-Harrachov hat Anschluss an Jablonec nad Nisou oder die Hauptstrecke Pardubice - Liberec. Verbindung durch Fernautobusse ist mit Prag, Brno, Hradec Králové, Liberec, und auch mit dem polnischen Jelení Hora. <br>Natur-Sehenswürdigkeiten <br>Unter die ausdrucksvollen interessanten Natursehenswürdigkeiten im Gebiet von Harrachov gehört z.B. der Mummelwasserfall, in dessen Nähe der ungestüm dahinfliessende Mummel-Fluss in seinem Flussbett besondere schüsselähnliche Gebilde geformt hat (sogen. evorse Formen oder Riesentöpfe). Direkt in Harrachov befinden sich einige bedeutende Gedenkbäume, z.B. die Ulme beim Hotel Harrachovka. <br>Eine weitere Sehenswürdigkeit in diesem Gebiete ist der Lauf des Flusses Jizera (Iser) zwischen Mýto (unterer Teil von Harrachov) und Rokytnice, wo dieser Fluss durch den tiefen felsenreichen Isergrund fliesst. Gerade hier blieben eine der umfangreichsten natürlichen Mischwälder des Gebirges erhalten, mit vorwiegend Buchenwald. Die herbstliche Verfärbung des Buchenwaldes im Isergrund ist ebenso unvergesslich wie die im Frühjahr blühende Pestwurz, die neben Knotenblumen, Windröschen, Lauchkraut, Seidelbast und später dann neben den majestätischen Glocken der breitblättrigen und herrlich duftenden Monatsblumen ein eigenartiges Kolorit der Umgebung des Flusses bilden. Es ist jedoch nicht nur die Gebirgsflora, an der der Isergrund besonders reich ist. Es befinden sich hier nämlich die gleichen "Riesentöpfe" wie man im Flussbett der Mummel sehen kann. <br>Im Riesengebirge hat dieWanderturistik bereits eine langjährige Tradition. Der erste markierte Weg ist schon aus dem 19. Jahrhundert. Die meisten Turisten kommen in das Riesengebirge um schöne Erlebnisse beim Aufenthalt in der herrlichen Natur zu suchen. <br>Aus alten Materialen zum Thema: Über den Beginn der Turistik.<br>Im Interesse der Natur und auch im Interesse zukünftiger Besucher des Riesengebirges benützen Sie, bitte, ausser im Winter (wenn keine zusammenhängende Schneedecke liegt) nur die Turistenwege mit der sogen. Gürtelmarkierung. Bitte respektieren Sie die turistische Markierung und auch die Besuchsordnung des KRNAP (Nationalparkes). <br>In der folgenden Übersicht sind Beispiele der Trassen für Wanderungen in der Umgebung von Harrachov angeführt.<br>Ausflug in das Isergebirge <br>Die Lage von Harrachov am westlichen Rande des Riesengebirges ermöglicht von hier Ausflüge in das benachbarte Isergebirge. Die vorgeschlagene Trasse führt durch das Tal der Iser, über den Berg Bukovec, die Siedlung Jizerka und Ko&#345;enov zurück nach Harrachov. Sie ist verhältnismäßig lang, ihre Absolvierung nimmt einem rüstigen Wanderer einen ganzen Tag ein, jedoch die Steigung (bis auf den Aufstieg zum Bukovec) ist jedoch sehr mäßig. Möhlichkeit der Abwechslung und Verkürzung der Tour durch die Bahnfahrt im Abschnitt Ko&#345;enov-Harrachov,Mýtiny.<br>Harrachov - Nový Sv&#283;t (Camp,Glasfabrik) 670 m ü.M. - Mýtiny 3 km (+40 m) - Brücke Martinstal 1 km (-80 m) - unter dem Bukovec 6 km (+170 m) - Bukovec 1 km (+100 m, -100 m) - Jizerka 1 km (-40 m) - Abzweigung Vlašský h&#345;eben 3,5 km - Václavik-Brunnen 2km (-80 m) -Ko&#345;enov Bahnhof 2 km (-150 m) - Kreuzung Mýto 2,5 km (-110 m) - Nový Sv&#283;t 3 km (+90 m).Insgesamt 25 km, 8-9 Stunden <br>Beschreibung:<br>Zu dieser Tour brechen wir event. von der Kreuzung beim Hotel Karolina auf (zwischen der Glasfabrik und dem Camp) in Nový Sv&#283;t auf dem rot markierten Wanderweg. Ihm schließt sich in der Nähe des Sportplatzes am südwestlichen Rand des Ortes der blau markierte Weg an, welcher aus dem Annental aus der Mitte von Harrachov kommt. Leicht steigen wir zum Bahnhof von Harrachov (den Zug benützen wir jedoch gegebenenfalls auf dem Rückwege), kommen durch die Siedlung Mýtiny (gehörte bis zum J. 1959 zu Polen) und über einen ziemlich steilen Waldweg geht es herab in das Tal der Iser, welche wir über eine Fußgängerbrücke überqueren. Von hier, aus dem Martinstal, gehen wir bergauf der Straße entlang neben dem Fluss Jizera (Iser) zur interessanten historischen Brücke der Eisenbahnstrecke Tanvald - Harrachov. <br>Auf dem Waldwege (ständig am rechten Ufer und nach der roten Markierung) entlang dem Flussbett der Iser mit den Steinblöcken und den Flussschnellen und zahlreichen evorsen Gestalten (Riesentöpfe) kommen wir zum Bergfuß des Bukovec (Buchberges). Hier wird der Weg schmal und steiler. Es steht dafür hier abzuzweigen und auf dem Naturlehrpfade auf den Gipfel des Basaltkegels zu steigen, welcher in dem Gebiet des Riesen-Isergebirges eine ganz ausnahmsweise Erscheinung darstellt (im kleinen Steinbruch südöstlich des Bergfußes abgedeckte Basaltsäulen). Beim Aufstieg auf den Gipfel des Buchberges (1005 m ü.M.) kommen wir durch einen Buchenwald, der dem Berge den Namen gegeben hat. Vom Gipfel aus eröffnet sich uns, wegen des Absterbens der Fichtenwälder, der Ausblick zum Norden und Westen des Isergebirges und zum Osten des Riesengebirges. Vom Buchberg gehen wir den Nordhang hinab - kehren auf den Wanderweg zurück. Wir können uns die urwüchsige Bergsiedlung Jizerka ansehen mit den Resten zweier Glashütten und einem kleinen Museum in dem hölzernen Gebäude der ehemaligen Schule. Erfrischung gewährt die Baude Pyramida, ähnlich wie das Restaurant Pod Bukovcem, wo diejenigen halten können, welche nicht in die Siedlung gehen wollen. <br>Schon ist an der Zeit sich auf den Heimweg zu begeben. Die rote Wegmarkierung tauschen wir für die blaue aus und gehen in Richtung SW über den ausgedehnten Vlašský - Kamm mit Ausblick auf das Staubecken Souš. Wir zweigen links auf den gelb markierten Weg ab, der unter dem Gipfel Zámky (1002 m ü. M.) führt (Abzweigung zum Aussichtspunkt) und durch den Weiler Václavík - Brunnen. Hier kann man auch aus der Jizerka auf einem kürzeren Wege der Bergstraße entlang gehen, die nach Polubný führt. Von Polubný fahren wir bis zum Bahnhof Horní Ko&#345;enov. Die Fahrt mit dem "Motorzüglein" durch den sehr schönen Wegabschnitt nach Harrachov - Mýtiny ist eine angenehme Beendigung des Ausfluges.Sofern jedoch gerade in absehbarer Zeit kein Zug fährt, oder Sie noch genügend Zeit und Kräfte haben, können Sie ins Tal Martinské údolí hinabgehen und auf der gleichen Strecke wie früh nach Harrachov zurückkehren, oder besser noch zur Kreuzung Na mýt&#283; gehen und von dort nach Nový Sv&#283;t durch das Mummeltal fortfahren (entweder zu Fuß oder mit dem Autobus). <br>Spaziergang zum Wasserfall Mumlava <br>Ein dankbarer Miniausflug für Senioren, Familien mit kleinen Kindern, oder falls wir in Harrachov nur auf einen Sprung sind. Wir lernen dabei den Mummelwasserfall kennen, die Überreste der bergmännischen Tätigkeit und die Siedlung Rýžovišt&#283;. <br>Harrachov (Autobusbahnhof) 690 m ü.M. - Mummelfall 1,5 km (+70m) - Rýžovišt&#283; 1 km (-40m) - Harrachov 1,5 km (-40m)Insgesamt: 4 km, 1 Stunde <br>Beschreibung: <br>Vom oberen Teil von Harrachov gehen wir nach dem blau markierten Wege beim Gabäude dem Waldbetriebe vorbei und überschreiten die Strassenumgehung. Diejenigen, die mit dem Auto zum zentralen Parkplatz kamen, gehen 200 m dem Ankunfts-Verkehrsweg entlang zurück und schliessen sich der blauen Markierung an. Wir gehen bergauf durch den Wald, vorbei bei der Wasseraufbereitung und gelangen bald zur Mummelbaude. Ursprünglich war es ein Forsthaus von Harrachov, seit Anfang des Jahrhunderts dient es als Ausflugrestaurant. Wir besichtigen den Mummelfall, eine 12 m hohe Felsstufe im Granitflussbett. Am mächtigsten ist er beim Frühjahrstauwetter, dagegen ist er im Winter oft vereist und es wird aus ihm dann ein Eisfall. Direkt unter dem Wasserfall und auch anderswo im Flussbett der Mummel finden wir schöne Anzeichen der sogen. evorsen Erscheinungen -die Riesentöpfe ("Teufelsaugen") und die Rutschflächen. Über die kleine Brücke unter dem Wasserfall überschreiten wirden Fluss Mummel und der gelben Markierung des Waldweges entlang gehen wir am westlichen Fusse des Pta&#269;inec( 950 m) nach Rýžovišt&#283;. Nach 2/3 des Weges beachten wir die durchgefallenen Überlagerungen der ehemaligen Stollen, die Beweis der bergmännischen Tätigkeit sind. Die Grube von Harrachov, in der Fluorit, Galenit und Baryt in der unweiten Steinwand gefördert wurden, wurde erst im Jahre 1992 geschlossen. Wir kommen aus dem Walde heraus und über die Wiese gehen wir hinab in die Ansiedlung Rýžovišt&#283; (siehe Trasse "Auf die Kämme"). Der Strasse entlang (grüne Markierung) neben dem Ryzí-Bach und der Steinwand kommen wir nach Harrachov, genau zu der Stelle, von welcher wir weggingen.<p>Auf die Kämme <br>Auf der ersten Wanderstrecke von Harrachov lernen wir sowohl die bewaldeten Täler als auch die Kämme des westlichen Riesengebirges kennen, einschliesslich der Moore und der Elbquelle. Die längere Strecke ist für trainierte Turisten, auf den der Staatsgrenze entlang führenden Wegabschnitt muss man einen Personalausweis bei sich haben (Ausländer den Reisepass). <br>Beschreibung: <br>Vom Informationszentrum der Verwaltung des Natinalparkes oder vom Autobusbahnhof schreiten wir aus nach der blauen turistischen Markierung, kommen über die Überführung der Strassenumleitung und bei der Wasseraufbereitungsanlage vorbei zur Mummelbaude und dem Wasserfall Mumlava. Wir gehen weiter auf dem asphaltierten Wege am rechnen Flussufer entlang dem Mummelgrund. Vor der Kreuzung Krakonošova snídan&#283; zweigen wir nördlich ab nach der roten Markierung zur Baude Vosecká. Zunächst geht es bergauf einer Verkürzung nach, später dem Verpflegungswege nach (gemeinsam mit der gelben Markierung). Die Baude Vosecká (1250 m ü.M.) ist eine der klassischen Riesengebirgsbauden. Sie wurde als Unterkunft für Holzarbeiter in der Hälfte des 18. Jahrhunderts gebaut, vom Jahre 1896 an dient sie als Turistenbaude - heute Eigentum des Klubs tschechischer Turisten. <br>Von der Baude Vosecká geht es kurz bergauf durch den Knieholzbestand zur Staatsgrenze und beim Granitfelsenausgang des Tvarožník (1322 m ü.M.) schliessen wir uns an den Weg der tschechisch-polnischen Freundschaft an, welcher beinahe der ganzen Länge des Schlesischen Kammes entlang führt. Ungefähr nördlich von uns erhebt sich der Gipfel Szrenica (1361 m ü.M.) mit der polnischen Baude, der meteorologischen Station und etwas niedriger gelegen ist die obere Station der Seilbahn. Wir begeben uns jedoch in entgegengesetzter Richtung und nach nicht ganz 2 Kilometern des rot markierten Weges, der vorwiegend über polnisches Gebiet führt, beim Kreuzpunkt bei der ehemaligen Tschechischen Hütte zweigen wir wiederum nach rechts ab und nach der gelben Markierung gelangen wir zur symbolischen Elbquelle. <br>Bequemen Weges gehen wir weiter nach der gelben, ab Kreuzung U &#269;ty&#345; pán&#367; sodann nach der grünen Markierung des Wanderweges zum Scheideweg beim Rosengarten (R&#367;žen&#269;ina zahrádka). Wir durchquerten die sogen. ausgeglichene Oberfläche der Navor-, Elb- und Pantschewiese mit ausgedehnten Moofrlächen und Knieholzbestand. Nach ein paar Schritten nach der roten Markierung kommen wir zum geheimnisvollen Rosengarten.Vom Sattel zwischen dem Berg Lysá hora und Kotel (Kesselkoppe) geht es steil herab zur Enklave Dvora&#269;ky. Nach einer eventuellen Erfrischung gehen wir weiter dem sogen. Rübezahlweg entlang (grün markiert, führt über die Baude Míse&#269;ky nach Harrachov) zur wichtigen Wegscheide Ru&#269;i&#269;ky (980 m ü.M.), wobei uns ein schöner Ausblick in das westliche Vorgebirge und vor allem auf Rokytnice angeboten wird. Bei den Ru&#269;i&#269;ky biegen wir rechts ab in das ruhige Tal des Ryzí-Flüsschens (früher Seifsbach), ihm entlang geht es abwärts bis zur Ansiedlung Rýžovišt&#283;. Diese war älteste Siedlung des heutigen Harrachov (bereits im 14. Jahrhundert) und ihren bergmännischen Ursprung bezeugt sowohl der tschechische als auch der alte deutsche Name Seifenbach (Seife, tschechisch sejp = Waschhalde). Heute ein Erholungs- und Sportzentrum (Skilifte und Pisten). Von Rýžovišt&#283; kommen wir bequem der Strasse entlang neben dem Kamme der Felsenwand zum Ausgangspunkt in Harrachov. <p>Aussichts-Trasse durch das westliche Gebirge<br>Wohl die schönste und bunteste der turistischen Rundstrecken von Harrachov ermöglicht uns viele Natursehenswürdigkeiten des westlichen Riesengebirges kennen zu lernen und sich noch weiter umzusehen. Sie führt über die Baude Dvora&#269;ky, umgeht den Norden der Kesselkoppe und fährt fort durch den attraktiven Abschnitt an der Kante des Elbgrundes und Mummelgrundes zurück nach Harrachov. Ein schöner Ausflug für geübtere Turisten. <br>Beschreibung: <br>Wir gehen vom Zentrum von Harrachov ab der Strasse entlang (grüne Markierung) zum Rýžovišt&#283;, von dort geht es bergauf dem gelb markierten Wege nach zunächst über Wiesen dann durch den Wald zur Abzweigung nach Studenov. Durch die Waldschrägung der blauen Markierung nach über die &#268;ertova plá&#328; kommen wir zur Abzweigung Ru&#269;i&#269;ky oberhalb der Ho&#345;ení Domky von Rokytnice. Entlang am grün markierten Rübezahlweg, welcher vier Strecken der Abfahrtsbahnen des Skiareals Lysá hora durchquert, steigen wir hinauf zu der Baude Dvora&#269;ky. Ständig verbessert sich der Ausblick auf Rokytnice und das entlegenere Vorgebirge und das Isergebirge. Die Wiesenenklave Dvora&#269;ky entstand bereits Ende des 17. Jahrhunderts, als herrschaftliche Sahlenbacher Hofbauden (Sahlenbach = Rokytno). Von ihnen verblieben nach Bränden und absichtlicher Vernichtung heute 6 Bauden, von denen eine eizige - Dvora&#269;ky - (gegenwärtige Gestalt aus dem J. 192 der Öffentlichkeit Verpflegung und Unterkunft gewährt. Von der Baude steigen wir der roten Markierung nach erst mässig (gemeinsam mit der grünen), jedoch von der Abzweigung steil hinauf zwischen Fichten und später spärlichem Knieholzbestand in den Sattel zwischen dem Berg Lysá hora und der Kesselkoppe (neu benannt Kesselsattel). Auf diesem ausgezeichneten Aussichtspunkt in der Höhe von 1330 m ü.M. rasten wir gerne und danach fahren wir fort über den nördlichen Abhang der Kesselkoppe zur Abzweigung unter dem Rosengarten (R&#367;žen&#269;ina zahrádka). Weiter der roten Markierung nach kommen wir zu einer weiteren Aussicht - dem Granitfelsenausgang der Harrachov Steine (1421 m ü.M.). Von hier gewährt sich uns ein beinahe Rundblick, begrenzt nur im Westen durch das Massiv der Kesselkoppe (1435 m ü.M.), des auffallendsten Berges des westlichen Riesengebirges. Hinreissend ist besonders des Blick in die Tiefe der Kesselgrube. <br>Um 700 m östlicher auf der Vrbata-Höhe befindet sich das Denkmal des B. Han&#269; und V. Vrbata, welche in der Nähe bei den Skiwerrläufen am 24. 3. 1913 tragisch verunglückten. Neben dem Denkmal befindet sich ein Aussichtsplatz mit dem plastischen Schema des umgebenden Panoramas. Ein schöner Ausblick vor allem auf den Grenzkamm, auf Sedmidolí und das Panorama des östlichen Riesengebirges einschlieslich der Sn&#283;žka (Schneekoppe), des Brunnberges und des Wiesengerges.Vom Denkmal gehen wir zur nahen Vrbata-Baude, welche der äusserste Punkt der Tour ist. Hier wenden wir unsere Schritte nach Norden und dem Buchar-Weg entlang beim Han&#269;-Denkmal vorbei gehen wir zum Pantsche-Wasserfall. Auf diesem attraktiven Wegabschnitt am Rande des Elbgrundes haben wir linkerhand das Pantsche-Moor und rechts die Tiefe der Pantsche-und Navorguben (der beste Ausblick von der Ambrož-Aussicht). Wenn wir zum Versorgungswege kommen, könnten wir ihm nach bis zur Elbfallbaude fortsetzen und weiter zur Quelle der Elbe (siehe Trasse Nr. 15 - umgekehrt). Wir zweigen jedoch links ab (nach der blauen Markierung) und über die Pantschewiese - ein schönes Moorgebiet nördlichen Charakters - kommen wir zur Kreuzung U &#269;ty&#345; pán&#367;, wo man sich bei schlechtem Wetter in der hölzernen Hütte aufhalten kann. Von hier gehen wir bergab - zunächst durch einen leichten Knieholzbestand, später verhältnismässig steil durch die Wand der Grossen Mummel nach zur Abzweigung Krakonošova snídan&#283; (Rübezahls Frühstück). Hier beginnt der Fluss Mummel durch das Zusammenfliessen zweier Quellenwässer, der Kleinen und Grossen Mummel. Durch den langgezogenen Mummelgrund über den Harrachov-Weg (blaue und rote Markierung) kehren wir zum Ausgangspunkt zurück. Kurz vor Harrachov machen wir noch Halt bei dem Wasserfall der Mummel. <br>&#268;ertovský výšlap (Teufelsausflug) <br>Eine nicht allzu anspruchsvolle Tour über die niedrigeren Kämme südöstlich von Harrachov. Nach der Hinauffahrt mit der Seilbahn auf den Berg &#268;ertova hora führt die Strecke beinahe höhenlinienmässig zur Abzweigung Ru&#269;i&#269;ky. Von dort über den Zadní Plech und Krakonošova snídan&#283; (Rübezahls Frühstück), durch den Mummelgrund zurück nach Harrachov. Auf der Trasse sind schöne Aussichtspunkte.<br>Beschreibung: <br>Um Zeit und die eigenen Beine zu sparen überwinden wir die grösste Steigung (360 m) gleich zu Beginn der Trasse mit der Seilbahn, die fast aus der Mitte von Harrachov auf den Berg &#268;ertova hora (1020,5 m ü.M.) führt. Zur unteren Station der Seilbahn gelangen wir vom Zentralparkplatz und vom Autobus-Bahnhof nach der blauen Markierung vorbei bei der Zentralstelle der Verwaltung des Nationalparkes (empfehlen wir vor den Touren aufzusuchen). Dieselbe Markierung führt über das Tal Anenské údolí nach Nový Sv&#283;t.Schon während der Fahrt mit der Seilbahn (entlang der Riesen-Skischanze) bieten sich uns schöne Ausblicke, so ähnlich auch auf dem Gipfel des stark abgewaldeten Berges &#268;ertova hora. Von dort geht es mäßig hinab den blau markieten Weg zum Aussichtsfelsen Janov (1000 m ü.M., eine kurze Abzweigung nach rechts). <br>Weiter kommen wir zum oberen Teil der Enklave Studenov, wo sich ein wichtiger Kreuzweg der turistischen Wege befindet. Wir fahren fort gegen Osten, auf der Höhenlinie von links umgehen wir den Berg Studená (989 m ü.M.), steigen zur Teufelsebene (&#268;ertova plá&#328 und gelangen zur nicht weniger wichtigen Wegscheide Ru&#269;i&#269;ky über die Ho&#345;ení domky von Rokytnice. Wir verlassen die blaue Markierung und dem gelb markierten Weg entlang mit einer einzigen größeren Steigung auf der Trasse steigen wir zum Zadní Plech hinauf in die Höhe von etwa 1200 m. Dieser Gebirgskamm, der aus dem Berg Lysá hora ausläuft, ist aus dem Grunde der Immissionsschäden fast abgeholzt.Den durch Stangen bezeichneten Weg entlang geht es bergab zur Wegscheide Rübezahls Frühstück am Zusammenfluss der Kleinen und Großen Mummel. Von hier wiederum nach der blauen Markierung gehen wir dem Lauf der Mummel entlang nach Harrachov. Auf der rechten Seite (im Walde in der Nähe des Zusammenflusses mit dem Wildbach Luboš) gehen wir an den Granitfelsen Luboš vorbei, die als Übungsterrain für Bergsteiger dienen, und etwa nach einer Stunde kommen wir zur Mummelbaude und dem Wasserfall. Vorbei an der Wasseraufbereitung und der kleinen Brücke über die Straßenumgehung kommen wir auf einem Asphaltweg in einer Weile nach Harrachov. Sofern wir nach Nový Sv&#283;t wollen, so biegen wir hinter der Mummelbaude auf den Waldweg der roten Markierung nach ab. Der Weg endet in der Nähe des Autocamps (2,5 km, -85 m). <p>Janske Lazne (700 - 1299m), Wanderwege mindestens 12km<br>Kurort im Riesengebirge unterhalb des Berges Cerna hora (Schwarzenberg) mit schwach radioaktiven Thermalquellen, westlich von Svoboda nad Upou (Freiheit). Die Heilwirkung der Quellen war seit langer Zeit bekannt und von Einheimischen ausgenutzt.<br>Die Ortschaft gehörte zur Herrschaft Vlcice (Wildschütz). Der Besitzer der Herrschaft, Johann Adolf von Schwarzenberg, ließ 1677 sechs neue Gebäude erbauen und wurde Gründer des Kurortes. Sp¨ter behandelte man hier sehr erfolgreich die Folgen der Kinderlähmung. <br>Ort mit der im Jugendstil gebauten Kolonnade, vielen Kurhäusern und mit der Rübezahlplastik. Die älteste Seilbahn im Riesengebirge (aus dem Jahre 192 wurde durch eine neue Kabinenseilbahn ersetzt. Die neue wurde in den 80er Jahren in Betrieb gesetzt und führt zum Gipfel der Cerna Hora (Schwarzenberg 1299 m ü. M.). Anfang für eine Reihe von herrlichen Wanderungen und Loipen.<p><br>Karlsbad<br>Karlovy Vary , der tiefe Talkessel am Zusammenfluss von Teplá (Tepl) und Ohre (Eger) gleicht einer überdimensionalen römischen Arena: Von dichtbesetzten Rängen blicken Karlsbads Nobelviertel als steinerne Gäste auf eine mit Pavillons und Promenaden, Kolonnaden und Kaffeehäusern verschwenderisch ausgestattete Bühne herab. Zaren, Kaiser und Könige verwandelten das renommierteste Kurbads Böhmens Sommer für Sommer in den exquisitesten Salon Europas, in dem nicht selten Geschichte geschrieben wurde. <br>Ideal für eine Annäherung an Karlsbad erweist sich der schattige Parkplatz noch vor dem Grandhotel Pupp, dem berühmtesten Fin de siecle-Bau am Beginn der Promenade. Entlang des Flussufers künden zitatengeschmückte Erinnerungstafeln von der Begeisterung prominenter Kurgäste, allen voran Johann Wolfgang Goethe. Nicht weniger als zwölfmal weilte der Dichterfürst der Deutschen zwischen 1785 und 1823 in Karlsbad, dreimal in Marienbad und einmal in Teplitz. »Weimar, Karlsbad und Rom sind die einzigen Orte, wo ich leben möchte«, schrieb der Vielgereiste 1812 an Wilhelm von Humboldt. Und in einem Brief an Schiller hieß es: »Man könnte hundert Meilen reisen und würde nicht so viele Menschen so nahe sehen.« <p>Karlstein <br>Restaurants, Cafés und Souvenirläden sonder Zahl reihen sich um den großen Parkplatz an der Berounka und entlang der schmalen, steil zur Burg Karlštejn (Karlstein) ansteigenden Dorfstraße. Bereits diese Rummelplatz-Atmosphäre, dieses bunte Ambiente trägt alle Anzeichen einer besonderen Sehenswürdigkeit, die täglich Hunderten von Besuchern - der Andrang ist manchmal so stark, dass Vorbestellungen empfehlenswert sind, da nur eine kontingentierte Zahl von Karten ausgegeben wird - nach dem etwa 20 Minuten dauernden Aufstieg (bzw. nach bequemer Fahrt mit Elektrotaxi oder Pferdedroschke) bevorsteht. Sie alle wollen einen Hauch Mittelalter atmen, stürmen die berühmteste Burg Böhmens, die sich mit vollendeter Harmonie in die Landschaft einfügt. Der größte Schatz freilich bleibt ihnen aus durchaus verständlichen Gründen verwehrt: die Heilig-Kreuz-Kapelle, deren Wände mit mehr als 2.000 Edel- und Halbedelsteinen ausgelegt und mit 127 Heiligengemälden des Prager Meisters Theoderich geschmückt sind.<p><br>Kuttenberg<br>Kutná Hora (Kuttenberg) In einem weiten Talkessel schmiegt sich die »Perle Böhmens« terrassenförmig an einen Bergsporn. Auf den ersten Blick mag sich der Glanz vergangener Epochen allerdings nicht einstellen. Öde Plattenbauten, heruntergekommene Häuser, mit Schlaglöchern übersäte Straßen und schäbige Grünanlagen lassen den Besucher in den Außenbezirken daran zweifeln, am rechten Ort angekommen zu sein. Der unverkennbare Mief des Realen Sozialismus hängt noch in allen Ecken und Enden. Immerhin, im vielgerühmten Zentrum, zur Gänze unter Denkmalschutz gestellt, wird eifrigst gehämmert und gesägt, Mörtel gemischt und Ziegel auf Ziegel geschichtet. Bis Kutná Hora aber wieder seinen verdienten Rang als eine der schönsten Städte der Tschechischen Republik einnehmen kann, wird noch viel Schutt zu karren sein. Das sollte aber niemanden von einer Besichtigung der Altstadt abhalten, die romantische Winkel, mittelalterliche Gässchen und eine Reihe architektonischer Kostbarkeiten aufzuweisen hat. Finanziert wurden die Bauten durch schimmernde Schätze in den Tiefen der Erde: Silber. <br>Den Höhepunkt der Stadtbesichtigung bildet zweifellos die St. Barbara-Kathedrale (Chrám sv. Barbory), geweiht der Schutzpatronin der Bergleute. Das mächtige Gotteshaus sollte ein Symbol für das Selbstbewusstsein der ehrgeizigen Grubenbesitzer und ambitionierten Patrizier der Stadt werden, die mit einem prunkvollen Sakralbau die Bedeutung Kuttenbergs zu unterstreichen wünschten. Kein geringerer als Peter Parler, Schöpfer der Prager Veitsdoms, erschien ihnen dafür geeignet. Seine Werkstatt begann 1388 mit den Arbeiten, die sich über mehrere Etappen erstreckten und jeweils entsprechend den Minenerträgen voranschritten. Vollendet wurde die Kirche trotz der Bemühungen Dutzender Architekten in 500 Jahren Bauzeit allerdings nie, wie allein schon die fehlenden Türme zeigen. Einige der wertvollsten Wandmalereien der Spätgotik befinden sich in der Grabkapelle des Kuttenberger Unternehmers Michal Smíšek: Fresken wie die »Ankunft der Königin von Saba« oder die »Sybille von Cumae« lassen einen in den Niederlanden geschulten Urheber vermuten. <p><br>Marienbad<br>Mariánské Lázne (Marienbad) Ausnahmsweise einmal keine mittelalterliche Gründung, sondern erst Ende des 18. Jh. buchstäblich aus dem sumpfigen Boden gestampft, verdankt das 1808 zum Kurbad, 1818 zum öffentlichen Kurort und 1865 zur unabhängigen Stadt erhobene Mariánské Lázne seine Entstehung der Suche nach »weißem Gold«: Das Prämonstratenserstift Teplá (Tepl), seit dem 12. Jh. Grundeigentümer der Sümpfe, wollte im 16. Jh. aus den Quellen Kochsalz gewinnen. Beim Eindampfen entdeckte man statt dessen den hohen Gehalt an Glaubersalz, einem altbewährten Laxativ. 1609 wurde die erste urkundlich erwähnte Behandlung in der heutigen Marienquelle vorgenommen, doch erst 200 Jahre später begannen auf Initiative des Stiftsarztes Josef Nehr und des Tepler Abtes Reitenberger Kurbetrieb und Stadtplanung in großem Stil. Innerhalb kürzester Zeit stieg das Städtchen zu einer der ersten Adressen des 19. und frühen 20. Jh. auf. <br>In der Zwischenkriegszeit wurde es zum Sammelbecken sudetendeutscher Aktivisten, 1933 ermordeten Nazi-Schergen den aus Hitlerdeutschland geflohenen Philosophen Theodor Lessing. Sein Grab ist auf dem jüdischen Friedhof zu besuchen. <br>Vergleichsweise kurz müssten die Architekten des KP-Regimes für ihre in Marienbad angerichteten Bausünden im Fegefeuer schmoren. Denn im Gegensatz zu den in Karlsbad verbrochenen Scheußlichkeiten blieb der Belle-Époque-Traum mit seiner Atmosphäre von Beschwingtheit und Eleganz vor schmerzhaften Stilbrüchen verschont. Selbst dem kühnsten Eingriff im Herzen des Kurzentrums, der erst 1986 geschaffenen Musikfontäne, kann man ihren Charme nicht absprechen. Neben dem gusseisernen Spitzenwerk der in dezentes Beige, Weiß und Ocker getauchten, 120 m langen Großen Kolonnade bricht sich das Licht in allen Farben des Regenbogens, sobald der Singende Brunnen sein Spiel beginnt. Zu unsterblichen Melodien erheben sich nach einer raffinierten Choreographie Myriaden glitzernder Tropfen, um in kühnem Schwung zurückzufallen und erneut als Arkaden und Säulen zum Himmel aufzusteigen. Ein hinreißendes Ballett zu Kompositionen von Chopin, Debussy, Mozart, Dvorák oder Smetana, mit perlenden Wasserstrahlen als elegante Tänzer. <p><br>Pec<br>Die Stadt Pec pod Snezkou ist eines der bekanntesten und meistbesuchten Fremdenverkehrsgebirgszentren in der Tschechischen Republik mit ganzjähriger Nutzung. Sie befindet sich im Tal der Flüsse Úpa (Aupa), des Zelený und Luční potok und bietet eine wunderschöne Naturszenerie zwischen den umliegenden Gipfeln Černá hora ( 1299 m ü M ), Jelení vrch ( 1024 m ü M.), Liščí hora ( 1363 m ü. M ), Studniční hora ( 1554 m ü. M.) und der Schneekoppe. Der Grenzberg mit Polen ist die Schneekoppe mit ihren 1607 m, die gleichzeitig der höchste Berg der Tschechischen Republik ist. Bestandteil von Pec pod Snezkou ist das benachbarte Velká Úpa sowie zahlreiche Gebirgsgemeinden und Einzelgehöfte hoch auf den Kämmen. Der Ursprung des Stadtnamens steht im Zusammenhang mit der Erfindung eines Ofens zum Schmelzen von Eisen-, Arsen- und Kupfererzen, die an den Hängen des Riesengrunds (Obří důl ) vom 16 bis zum 19. Jahrhundert gefördert wurden. Zu einem beliebten Touristenzentrum wurde Pec pod Snezkou nach dem ersten Weltkrieg und die ursprüngliche Bergarbeitergemeinde verwandelte sich stufenweise zu einem berühmten Fremdenverkehrszentrum. Von prinzipieller Bedeutung war der Bau der zwei Abschnitten der Seilbahn Pec - Ruova hora - Snezka (Schneekoppe), der in den Jahren 1948-1950 durchgeführt wurde und die darauf erfolgende Errichtung eines Systems von Skilifts und Abfahrtspisten.<p>Prag: <br>Weil man glücklicherweise kein gebürtiger Prager sein muss, um in Prag verliebt zu sein, sei einmal ohne jegliches Pathos festgehalten: Niemand kann sich der Faszination dieser Stadt entziehen. Ihr unvergleichliches Flair können ihr nicht einmal die Touristenmassen rauben, die sich heute in einem kaum mehr regulierbaren Strom über die historischen Zentren ergießen. Mögen sie auch zu Hauptreisezeiten die Karlsbrücke überschwemmen, das Goldmachergässchen in ein Disney-Land und den Alten Jüdischen Friedhof in einen Rummelplatz verwandeln - Prag trägt auch diese Invasion mit Würde. Mit jener unnachahmlichen Gelassenheit der wahrhaft Großen, denen nichts mehr ihre Ruhe rauben kann. Dazu hat »Caput regni« - die einstige Hauptstadt eines Kaiserreiches - schon zu viel gelitten, zu viel gesehen. <br>Hradcany (Burgviertel): Der Stadtteil Hradschin (Hradcany = Vorburg) steht nicht, wie vielfach angenommen, als Synonym für die Prager Burg (Pražský hrad). Zwar wird das Viertel seit dem frühen Mittelalter von dem mächtigen Gebäudekomplex dominiert, doch ebenso sehenswert sind die Adelspaläste, Patrizierhäuser, Kirchen und Klöster hoch über der Stadt. <br>Staré Mesto (Altstadt): Der Begriff »Altstadt« bezeichnet zwar das Zentrum des Zentrums, umfasst aber irritierenderweise keineswegs - wie in anderen Städten - den gesamten historischen Bereich Prags, das sich bereits im 10. Jh. zwischen dem Hradschin und dem ebenfalls als Herrschersitz dienenden Vyšehrad ausgedehnt hat. Die Prager Altstadt umfasst bloß den sich ans Moldauknie schmiegenden Bereich am rechten Ufer, den Wenzel I. in der Mitte des 13. Jh. mit einer halbkreisförmigen Stadtmauer auf der Höhe des späteren Grabens (Na príkope) umgab. <br>Wenzelsplatz: Weil es sich als nahezu unmöglich erweist, ihn seiner Bedeutung entsprechend ins Bild zu setzen, haben Fotografen wenig Freude an dem 682 m langen und 60 m breiten Wenzelsplatz (Václavské námestí), der nach Burg und Altstädter Ring den dritten Rang in der touristischen Hitparade einnimmt. Bei trübem Wetter verschmelzen seine Konturen am Ende mit dem Graben, Sonnenschein wiederum bringt zwar genügend Licht, doch auch störende Hell-Dunkel-Kontraste. Seine Schattenseiten aber hat er auch im übertragenen Sinne: Je nach Uhrzeit verschieden wie Tag und Nacht ist nämlich die Atmosphäre des Platzes, der seit der Wende nicht mehr zu schlafen scheint. Schon frühmorgens scharen sich die ersten Besucher um das von vier weiteren Landespatronen - Prokop, Adalbert, Ludmilla und Agnes - umringte St.-Wenzels-Denkmal (1912), um anschließend hinter dem Rücken des Heiligen ins Nationalmuseum (1885-90) zu pilgern. <p>Riesengebirge<br>Das Riesengebirge, höchster Teil der Sudeten, liegt im Nordnordosten Böhmens, heute Tschechien, an der Grenze zu Schlesien, heute Polen. Polnisch heißt es Karkonosze und tschechisch Krkonoše. Das Gebirge ist ca. 37 km lang und bis zu 25 km breit. Höchster Berg ist die Schneekoppe mit 1603 m Höhe. Der Riesengebirgs-Nationalpark, seit 1959, ist ein großflächiges Schutzgebiet mit einem Ausmaß von fast 40000 ha und umschließt die wertvollsten Regionen der höheren Lagen des Riesengebirges.<p><br>Spindlermühle<br>Špindleruv Mlýn (Spindlermühle) hat seinen Ursprung im beginnenden Wandertourismus. Am Anfang standen ein paar Berghütten, die der österreichische Riesengebirgsverein Ende des 19. Jh. für seine immer zahlreicher werdenden Mitglieder aufstellen ließ. Heute braucht Špindleruv Mlýn Vergleiche mit noblen Wintersportorten in den Alpen kaum mehr zu scheuen. <br>Der Name Spindlermühle entstand im 18. Jahrhundert und rührt von einer Mühle an dieser Stelle, die einer Familie Spindler gehörte. Ursprünglich wurde in der Gegend von Spindlermühle vor allem Bergbau und Holzwirtschaft betrieben. Schon seit der Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich der Tourismus als immer stärkerer Wirtschaftsfaktor. Nach dem 2. Weltkrieg wurde wie überall in Tschechien aufgrund der Beneš-Dekrete die bis dahin hauptsächlich deutschsprachige Bevölkerung vertrieben. Heute leben in Spindlermühle hauptsächlich Tschechen.<br>Das in einer von bis zu 1.300 m hohen Bergen geschützten Mulde des sonst engen Elbetals gebettete größte Skigebiet der Tschechischen Republik gilt als besonders schneesicher. Bis Ostern tummeln sich nordische und alpine Läufer auf den Loipen und Pisten, aber auch der Aprčs-Ski kommt nicht zu kurz. Das Angebot liest sich vielversprechend: 9.000 Betten in mehr als 120 Hotels und Pensionen aller Kategorien, 52 Restaurants, 17 Diskotheken, Kino, Kegelbahn, Tennis- und Squash-Hallen, Saunas und Fitness-Studios. <br>Sommer- und Herbsturlaubern stehen 180 km markierte Wanderwege zur Verfügung. Von den Kammlagen aus, zu denen zwei Seilbahnen hinaufführen, sind bequeme Höhenwanderungen möglich. Ein Naturlehrpfad führt in westlicher Richtung zum großen Naturschutzgebiet Prameny Labe, eine Hochebene mir Moorlandschaft und Elbquelle. <br>Das bedeutendste Gebirgserholungszentrum im Riesengebirge, liegt im Tal des Labe (Elbe), am Zusammenfluß mit dem Bach Dolsky Potok, im Kessel unterhalb des Böhmischen Kamms (Berge Kozi Hrbety, predni a Zadni Planina, Medvedin, Zelezna hora usw.). <br>Ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen in den Gebirgstälern (Dlouhy dul, Tal des Bileho Labe, Labsky dul) und auf den Kämmen, den Zugang erleichtern zwei Sessellifts (Medvedin, Plan) und die Bergstra&swzlig;e zur Spindlerova Bouda im Sattel Slezske Sedlo (Busverkehr).<p><br>AUTOCAMPING<br>543 51 Špindler&#367;v Mlýn<br>e-mail: camp@spmlyn.com<br>Tel.: 499 433 228<br> <br>Telc<br>Telc (Teltsch) »Ich möchte wetten, dass es bei uns keinen schöneren Marktplatz als den in Telc gibt. Er ist sehr lang, von Toren abgeschlossen und ringsum von Laubengängen gesäumt. Jedes Haus hat einen hohen Giebel mit schönen Konturen und mit Stuck und ist rosa oder blau oder weiß angestrichen, und das alles ist altertümlich sauber und friedlich; durch irgendein Wunder gibt es dort kein neues Rathaus und keine neue Schule, sondern lauter solche würdigen Nachbarhäuser und mitten auf dem Marktplatz einen Brunnen und eine gewundene Säule und dann in einer Ecke ein Schloss, ich weiß nicht, wem es gehört. Und dort im Hof sieht man wunderschöne Arkaden und eine Statue von Adam und Eva, die beide sehr mager und keusch sind. Aber der mit Katzenköpfen gepflasterte Marktplatz ist das Schönste von allem. Männer von Telc, lasst ihm nichts geschehen!« <br>Auch ohne den Appell des Schriftstellers Karel Capek weiß man in Telc schon seit langem mit dem großen historischen Erbe behutsam umzugehen. Denn Superlative sind hier wie kaum andernorts angebracht. Der dreieckige námestí Zachariáše z Hradce (Zacharias von Neuhaus-Platz), ein schier überwältigendes Gesamtkunstwerk, ist beispiellos in seiner Perfektion und Geschlossenheit. Im ganzen Ensemble findet sich kein Haus, dessen Fassade oder Giebel sich nicht harmonisch ins Ganze einfügt. Dennoch weist jedes Gebäude seine unverwechselbare Eigenart auf, da man den Besitzern freie Hand gelassen hatte, als nach dem großen Stadtbrand des Jahres 1530 die Bürgerhäuser im Stil von Renaissance und Frühbarock erneuert wurden. <br>Je nach Tageszeit und Licht mutet der im wesentlichen auf den Marktplatz und kurze Gässchen zu den Toren und zum Schloss beschränkte Stadtkern wie eine Sammlung kostbarer Spielzeug-Häuser oder eine Kulisse zu einem Shakespeare-Stück an. Oder wie eine venezianische Vedute, wenn die dunklen Säulen der Arkaden hinter dem in der Sonne flimmernden Pflaster die Illusion erwecken, als schwebten sie über glitzerndem Wasser. <br><br>

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06.10 17:07:
Re: 2. Batterie liefert nur kurz Strom, wird evtl. nicht gel

06.10 01:01:
Re: Getriebegeräsch????

05.10 19:52:
Re: Getriebegeräsch????

04.10 23:53:
Getriebegeräsch????

04.10 01:07:
Re: 2. Batterie liefert nur kurz Strom, wird evtl. nicht gel

03.10 22:34:
Re: benötige Bedienanleitung für Ladegerät CBE A910

03.10 18:10:
2. Batterie liefert nur kurz Strom, wird evtl. nicht geladen


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