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geschrieben von a.v. (altes Forum) am Freitag, 19. Juli 2002 21:07 Uhr

Als Antwort auf : "Erst Einbruch, dann Gas!":

Hallo Peter,<p>Ob diese Theorie so stimmt, wäre sicherlich noch weiter zu untersuchen.<br>Ich finde es jedenfalls prima, daß sich hier mal jemand tatsächlich über die Art des Gases und den möglichen Ablauf eines solchen Überfalls von wissenschaftlicher Seite Gedanken macht.<br>Die Überlegung mit der Dosierung leuchtet schon irgendwie ein - es müßten doch sonst sicherlich längst irgendwo Tote zu beklagen sein.<p>Und solange nur darüber spekuliert wird, welches Gas benutzt wird, ist es ja auch ziemlich schwierig, ein geeignetes Warngerät einzusetzen. <p>Mal abgesehen davon, daß Gauner ja immer einen Schritt voraus sind und sicherlich auf etwas anderes umsteigen werden, sobald ihre Strategie auf geeignete Gegenwehr stößt.<p>Und wenn der Ablauf eines solchen Überfalls in den Medien zu genau beschrieben wird, könnte sich ja auch jemand berufen fühlen, das als Gebrauchsanleitung zur Nachahmung zu verstehen.<p>Mein Vorschlag zum Thema: Wie wärs mit einem Lockvogel-WoMo an den gängigsten Überfallstellen? Ohne Hund, nur mit schnarchenden Polizisten drin? Vielleicht ließe sich so der Ablauf eines solchen Überfalls näher analysieren... oder noch besser: der eine oder andere Ganove fassen!<p>Bis dahin: Übernachtung fernab von Autobahnen...<br>Gruß und sichere Fahrt Euch allen,<br>a.v.<p>: Hallo Christine,<br>: der Artikel ist für mich überhaupt nicht irreführend geschrieben. Leider passt er aber nicht in das Klischee der Gasüberfälle.<p>: (Profi-)Einbrecher können ein Wohnmobil so leise aufbrechen, dass Du das gar nicht merkst. Beim Übernachten auf Rast- und Parkplätzen schläft man oftmals so tief, dass man nicht einmal ankommende oder abfahrende Fahrzeuge neben sich bemerkt.<p>: Irreführend ist die Vorstellung, dass die Täter so viel Narkosegas mit sich führen, um damit das Wohnmobil aufzufüllen. Ich habe Dir deshalb mal einem Beitrag aus der drcc-group reinkopiert.<p>: Grüße<br>: Peter<p>: Hallo allerseits,<p>: ich habe erhebliche Zweifel an der Wirksamkeit der Gasangriffe, von<br>: denen immer wieder berichtet wird. Aus folgenden Gründen:<p>: 1. Konzentration:<br>: Nehmen wir an, ein (eher kleineres) WOMO hätte eine Länge von 6 m und<br>: eine Höhe bzw. Breite von je 2 m. Dann ergibt das ein Volumen von<br>: immerhin 24 m³. Selbst moderne Anästhesiegase wie Isofluran müssen auf<br>: eine Konzentration von ca. 1% in der Lunge gebracht werden, um betäu-<br>: bend zu wirken.<br>: Soll heißen, man müsste in oben erwähntes WOMO immerhin 240 Liter Gas<br>: einleiten. Unter der Annahme, dass es luftdicht ist, das Gas sich<br>: gleichmäßig verteilt und es so wirksam ist wie Isofluran.<br>: Alle drei Annahmen sind überdies in der Realität nicht gegeben: Jedes<br>: WOMO hat Zwangsentlüftungen, alle Betäubungsgase reichern sich am Bo-<br>: den an und die häufig genannten Mittelchen wie Äther benötigen weitaus<br>: höhere Konzentrationen. Man müsste also eher von einigen tausend Li-<br>: tern Gas ausgehen. Und die schleppt kein WOMO-Knacker mit sich herum.<p>: 2. Explosionsgefahr:<br>: Einige Betäubungsgase (z.B. Äther) sind hochexplosiv. Der Einbrecher<br>: würde damit das WOMO sprengen, lange bevor eine betäubende Konzentra-<br>: tion erreicht ist.<p>: 3. "Unerwünschte Nebenwirkungen":<br>: Bei allen Betäubungsgasen liegen die Grenzen für einen vorübergehenden<br>: Bewußtseinsverlust (Betäubung) und einen endgültigen Bewußtseinsver-<br>: lust (Tod) sehr nahe beieinander! Deswegen muß ja auch eine Anästhe-<br>: sie im Krankenhaus ständig von einem Anästhesisten überwacht werden.<br>: Würden also WOMO- bzw. WOWA-Knacker tatsächlich physiologisch wirksame<br>: Gaskonzentrationen erreichen, müsste die B...-Zeitung immer wieder<br>: über getötete Urlauber berichten (und würde dies bestimmt auch in<br>: epischer Breite tun...).<p>: Natürlich ist nicht auszuschließen, dass auch Einbrecher diesem Aber-<br>: glauben anhängen und vor der Tat tatsächlich irgendein Gas versprühen. <br>: Dies dürfte dann allerdings lediglich (per Placebo-Effekt) die Nerven<br>: des Einbrechers beruhigen.<p>: Vermutlich unterschätzen viele Leute einfach, wie tief sie tatsächlich<br>: schlafen, und wie leise geübte Einbrecher arbeiten.<p>: MfG<br>: Gerhard<br>: -- <br>: **********************************************************************<br>: Gerhard Feist PGP-ID: 0x130B59CD<br>: Diplom-Physiker E-Mail: Gerhard.Feist@gmx.de<br>: **********************************************************************<p><br>

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