Löten oder Crimpen (Quetschen)?

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geschrieben von Gerhard Tetzlaff (altes Forum) am Dienstag, 4. Mai 2004 18:05 Uhr

Als Antwort auf : "das ist die Theorie":

Hallo Hans, hallo Guido!<p>Löten ist bei dünnen Adern im Elektronikbereich sicher angebracht, schon wegen der Übergangswiderstände und Oxydationsprobleme.<p>Im "Leistungsbereich" hat Löten viele Nachteile:<br>1. Es ist sicher von Arbeitsschutz her nicht zu verantworten, daß da Elektriker/Autoelektriker Jahrein-jahraus löten, das ist gesundheitschädlich, sowohl von den Metalldämpen her als auch von den verkokelten Isolierungen her.<br>2. Löten gilt nicht als formschlüssige Verbindung und löst sich, wenn das Kabel richtig heiß werden sollte. Gewiß ist dann in unseren Wohnmobilen "Holland in Not" und dieser Punkt schon reichlich apokalyptisch, aber eine Crimp-Verbindung hält.<br>Das mag mehr für Schalttafeln relevant sein, die sich bei Feuer im Hochhaus nicht gleich auflösen dürfen.<p>Also: wenn löten, dann im Freien, denn bei den 35mm2 Kabeln (und ein bißchen mehr) entstehen gewaltige Lötfettwolken (Säure, ätzend) und stets erst nach dem Crimpen löten.<p>3. Verdirbt das Löten gern ein wenig die Isolierung, es schwächt wegen der Erhitzung die Kupferadern unmittelbar neben dem Lötzinn.<p>Deshalb bohre ich Kabelschuhe von der Ösenseite her an, halte die Flamme nur an die Öse des Kabelschuhs und lasse auch nicht soviel Zinn reinlaufen, daß es am anderen Ende wieder hinausläuft oder, ganz schlecht, noch ein Stück weit in das Kabel hineinfließt und dieses hart und bruchempfindlich macht oder dort einen scharfen Knick provoziert und Isolation streßt.<br>Das Lötzinn soll nur dazu dienen, die elektrischen Widerstände in den Bereich des Esoterischen abzusenken, nicht etwa, die Adern im Kabelschuh zu halten.<p>Gruß Gerhard<br>

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